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Altes Plätzchenrezept: Schlesische Pfefferkuchen

19. Dezember 2018


Meine lieben Leser.

Ich und alte Rezepte - wir sind unzertrennlich. Und das weiß auch eine liebe Verwandte meines Verlobten - Ingrid. Denn sie gab mir dieses super Rezept für schlesische Pfefferkuchen. Meine Mutter sagte mir, als wir diese Leckereien buken, dass meine Oma sie damals auch zur Weihnachtszeit machte; aber bei ihr waren sie steinhart. Nun, Ingrid's Rezept ist herrlich - es lässt sich gut verarbeiten und schmeckt toll. Und die Pfefferkuchen sind nicht knüppelhart; versprochen.


Habt ihr eigentlich auch Traditionen beim Plätzchen backen? Meine Mutter und ich gucken meistens Immenhof oder Downton Abbey oder hören Musik. Dieses Jahr habe ich im Voraus eine Playlist erstellt mit folgenden Liedern: Mit 17 hat man noch Träume von Peggy March, Für mich soll's rote Rosen regnen und Ich hab' noch einen Koffer in Berlin von Hildegard Knef, Sag mir wo die Blumen sind von Marlene Dietrich, Lilli Marleen von Lale Andersen und das Wolga Lied von Rudolf Schock. Und dann habe ich einfach eine Playlist mit noch mehr Liedern von Rudolf Schock angemacht - und meine Mutti und ich mussten beide weinen. Es ist so schön, ein Rezept zu backen, welches uns beide an meine Oma erinnert (die einfach viel zu früh gestorben ist), schwere und melancholische Musik zu hören und in Erinnerungen zu schwelgen. Hach... Es hat schon was.


Und damit auch ihr diese tollen schlesischen Pfefferkuchen nachbacken könnt, hier das Rezept als Rezeptkarte zum Herunterladen:


Wir haben verschiedene Formen ausgestochen und diese unterschiedlich verziert. Die Herzen haben keinen Guss bekommen, sondern nur blanchierte Mandeln. Dann eine Sorte mit einem leichten Zuckerguss und eine mit leckerer Zartbitterschokolade und Mandeln.


Diese Schokoladenspeise mit gehackten Mandeln ist ein Produkt von Früher. Es gab einen Schokoladenpudding zu kaufen, wo noch Mandelnstücke drin waren. Da ich das im heutigen Supermarkt nicht mehr finde, ersetze ich es durch einfaches Schokoladenpuddingpulver und extra gehackten Mandeln. Es gibt einfach nichts über traditionelle und lange erprobte Rezepte - oder wie seht ihr das?


Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken. 

Stutenkerle / Weckmänner / Weckmännchen

6. Dezember 2018



Meine lieben Leser.

Ich erinnere mich, dass meine Mutter in meiner Kindheit immer zu bestimmten Zeiten vom Bäcker Stutenkerle mitgebracht hat. Sie sagt, es war immer an Nikolaus (ich weiß das nicht mehr so genau). Aber ich weiß, dass ich sie als Kind immer mega cool fand und sie auch heute noch sehr gerne esse. Und daher habe ich mich entschlossen, dieses Jahr endlich mal welche selbst zu backen. Hat super funktioniert, daher habe ich für euch heute dieses tolle Rezept.


In meiner Region nennt man sie Stutenkerle oder Weckmänner - aber ich habe auch schon gehört, dass Menschen sie Klausenmann, Grättimaa, Grittibänz, Dambedei oder Krampus nennen. Ganz schön viele Namen für ein und den selben Kerl, oder? Es gibt einen Ausstecher für die Männchenform, aber da wir eh alle schon viel zu viel Kram in der Küche rumfliegen habe, zeige ich euch, wie man sie auch so ziemlich schnell macht (siehe unten).


Auch das Äußere des Stutenkerls variiert je nach Bäcker - ich finde meine etwas dicker und mit einer Hand an der Hüfte am Schönsten. Und die Pfeife muss natürlich sein. Meine habe ich im Internet bestellt und einfach nach "Tonpfeifen" gesucht. Da gibt's einige Anbieter zwischen denen ihr wählen könnt.


Und hier das Rezept für diese leckeren Kerle:


Ich habe sie in meinem Ofen auf 2 Blechen gebacken und nach 10 Minuten getauscht (damit sie gleichmäßig durchbacken) und nochmal mit Ei bestrichen (damit sie richtig schön braun und glänzend werden).


Wer absolut keine Rosinen mag, kann Cranberrys nehmen oder auch Schokoladendrops. Oder z.B. Haselnüsse - alles ist möglich.


Insgesamt braucht man ca. 1 1/2 Stunden bis die Stutenkerle warm aufm Frühstückstisch liegen. Die Gehzeit sind nur insgesamt 50 Minuten - das ist morgens schaffbar, oder?


Lasst es euch schmecken und einen schönen Nikolaus!

Schnepperte

13. September 2018



Meine lieben Leser.

Viele von euch werden Schnepperte gar nicht kennen. Es ist eine Art Kartoffelpuffer – aber mit Hefe drin. Ich erinnere mich noch an Kindertage, in denen wir den Kartoffelacker neben unseren Häusern „nachverlesen“ haben, wenn die Kartoffelernte rum war und aus diesen geklauten Kartoffeln mit der ganzen Nachbarschaft draußen im Garten Schnepperte ausbuken. Mit vielen gebratenen Zwiebeln, viel Speck (damals aß ich ihn noch) und für die Erwachsenen gab’s dazu Kaffee. Wir machten Wettessen und für jeden Puffer wurde eine Kerbe in den Pfeiler der Gartenhütte gehauen. Unsere Nachbarin schaffte einmal 10 Stück und das ist schon wirklich viel. Es war toll damals – die Nachbarschaft war unschlagbar. 


Nun, die meisten Menschen von damals leben nicht mehr hier oder sind bereits gestorben; aber das Rezept hat überlebt und auch wenn ich es heute nicht mehr mit geklauten Kartoffeln mache, schmeckt es noch genauso gut wie damals.


Hier habe ich mal versucht, das traditionelle Rezept mit einer Hand voll hiervon und einer Hand voll davon für euch in Worte zu fassen. Ich hoffe, ich komme nah heran:


Traditionen soll man hoch halten und alte regionale Rezepte muss man festhalten so gut es geht. Daher habe ich letztens, als meine Mutter im Garten wieder Schnepperte buk, schnell ein paar Fotos für euch gemacht und euch das Rezept aufgeschrieben. 


Dieses Rezept kommt aus der Region rund ums Waldecker Land / Korbach. Früher hat man Schnepperte auf einem Schareisen gemacht, welches man auf einen Ofen setzte und mit wenig Fett (es wurde nur eine Speckschwarze darüber gezogen), wurden die Schnepperte dann gebacken. 


Da man früher eher mittags aß, wurde schwarzer Kaffee dazu serviert. Heute bereite ich die Schnepperte etwas anders zu (kein Speck und auch kein Schareisen, sondern Öl und eine Pfanne) – ist aber auch meiner Ernährungsweise geschuldet.


 Und? Kennt ihr Schnepperte? 
















Osterrezept: Paska Brot

4. April 2015


Meine lieben Leser.

Ich bin kein besonders gläubiger Mensch, aber an Ostern komme auch ich nicht um leckere Traditionen herum. Ich liebe die grüne Soße an Gründonnerstag und auch leckere Ostercupcakes oder eben Hefegebäck. Bei dieser Art süßem Hefebrot scheint sich das Internet vorallem in einem einig zu sein: Es kommt ursprünglich aus dem Osten unseres Planeten. Ob russisch, slowakisch, polnisch.... Jeder scheint dieses Brot zu beanspruchen. Ist mir eher egal - hauptsache es schmeckt lecker.


Es gibt im Internet hunderte von Rezepten - ich habe meines über die Jahre entwickelt und auch die Zubereitung etwas angepasst. Ihr könnt dieses süße Hefebrot entweder an einem Tag zubereiten oder über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.


Wie immer, könnt ihr die Rezeptkarte schnell und einfach mit einem Rechtsklick und "Grafik speichern unter..." herunterladen.
 


 Hmm...Diese Saftige Leckerei mit süßen Rosinen.... Herrlich. Für mich auf jeden Fall ein Muss zu jedem Osterfest.


Dieses Brot wird von mir jedes Ostern gebacken. Innen ist es weich und luftig, außen knusprig und knackig. Mit etwas Erdbeermarmelade.... Am nächsten Tag, getoasted... Ein Genuss!


Und natürlich gibt es hier noch ein nostalgisches Bild aus dem Originalpost 2015:


Gibt es bei euch auch ein süßes Hefebrot zu Ostern?

Kassler Griene Sose oder Kasseler Grüne Soße

2. April 2015


Meine lieben Leser.

Heute ist Gründonnerstag und traditionell gibt´s dann ein Gericht, auf das meine Schwester & ich uns das ganze Jahr freuen: Griene Sose. Für alle Nichthessen: Grüne Soße. Und natürlich gibt´s bei uns nur die einzig richtige Variante: Die Kasseler Grüne Soße! Wer will schon Frankfurter, wenn er Kasseler haben kann? Richtig - niemand! ;-) Natürlich hat jede Familie hier ein besonderes Rezept und meines stammt noch von meiner Oma.

Die Kräuter Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch kommen traditionell nur in die Frankfurter Grüne Soße. In die Kasseler gehört üblicherweise: Petersilie, Sauerampfer und Schnittlauch, Dill, Kresse und Zitronenmelisse dazu. Und natürlich spielt auch der jeweilige Geschmack eine große Rolle. Wir mögen z.B. nicht unbedingt Pimpinelle & Borretsch drin, sondern lieber viel Dill und Kresse.


Wie immer, könnt ihr die Rezeptkarte schnell und einfach mit einem Rechtsklick und "Grafik speichern unter..." herunterladen.



 So. Das war das Rezept meiner Familie. Es schmeckt für mich einfach nach Tradition und Kindheit.
Haltet ihr euch an Ostern an die Speisegebote?

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