One Pot Alfredo Pasta

25. Juni 2018


Meine lieben Leser.

Im Mai 2017 war ich mit meiner Mutter in New York unterwegs und wir aßen uns durch all die Dinge, die ich in Amerika probieren wollte. Wir probierten Cupcakes von Buddy dem Cakeboss, schnabbulierten Käsekuchen Deluxe in der Cheesecake Factory in Queens und am Times Square aßen wir die berühmten Breadsticks, Lasagna Rolls und Alfredo Pasta bei Olive Garden. Ja, wir haben nichts ausgelassen in Sachen Kalorien. Aber es hat Spaß gemacht und seit damals wollte ich Alfredo Pasta (Nudeln mit einer hellen Sahnesoße, Knoblauch und Parmesan) daheim nachkochen.


 Umso schöner ist es, wenn man dieses Gericht in nur einem Topf zubereiten kann und das habe ich hier gemacht. Ich gebe gerne viel Knoblauch an meine Soße und im Nachhinein braucht sie ordentlich frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer; aber das ist ja jedem selbst überlassen.


Und jetzt zum schnellen Herunterladen der Rezeptkarte einfach einen Rechtsklick darauf und "Grafik speichern unter..." klicken.


Ich finde, zu jedem guten Pastagericht braucht man einen grünen Salat. Nicht nur als Hingucker auf dem Tisch sondern auch, damit man wenigstens so ein bisschen die Illusion von "gesunder Ernährung" aufrecht erhält. Und wenn ich keinen Salat esse - dann fehlt mir irgendwas. Kennt ihr das?


Ich mag dieses Nudelgericht am Liebsten mit viel gehackter Petersilie - aber wenn gerade keine da ist, tut Schnittlauch genauso gut seinen Dienst. Also ran an die Töpfe!


Und, habt ihr Alfredo Pasta schonmal gegessen?


Saftiger schlesischer Streuselkuchen mit Sahneguss

24. Juni 2018


Meine lieben Leser.

Die Oma-Barbara-Gedächtniswoche mit schlesischen Rezepten neigt sich dem Ende zu und da musste es als Abschluss nochmal ein allseits bekannter Klassiker sein. Streuselkuchen ist ja eigentlich so eine Sache - er kann wunderbar saftig und lecker sein, aber auch schnell staubtrocken werden. Und wusstet ihr, dass Streuselkuchen vermutlich erstmals in Schlesien gebacken wurde? Von dort kam der Kuchen mit den abgewanderten Schlesen...oder Schlesiern? Egal. Mit den Menschen, die von dort stammten und aus ihrer Heimat weggingen oder vertrieben wurden nach ganz Deutschland. Im 19. Jahrhundert war der Schläsche Sträselkucha einer der meistgebackenen Kuchen in Privathaushalten. Noch heute ist Streuselkuchen ein Klassiker auf der Kaffeetafel. Ich persönlich mag ihn gerne mit Zucker obendrauf, aber vermutlich ist Puderzucker gängiger. 


Wenn ihr diesen Kuchen backt, empfehle ich euch die Aufbewahrung in einem wirklich luftdichten Behältnis - wenn ihr das nicht macht, dann trocknet der Hefeteig aus und er schmeckt nicht mehr wirklich gut.


Und hier die Rezeptkarte zum Herunterladen mit einem Rechtsklick darauf und "Grafik speichern unter..":






Bei den Streuseln kommt es immer etwas auf eure Präferenz an - nehmt ihr kalte Butter, werden die Streusel streuseliger. Nehmt ihr zimmerwarme Butter ist es eher eine Masse mit Streuseln obendrauf.


Der Sahne-Butter-Gus tut der Knusprigkeit der Streusel keinen Abbruch - er sickert in den Kuchen/Hefeboden und die Streusel obendrauf bleiben knusprig. Den Zucker gebt ihr entweder sofort nach dem Guss darauf oder wenn ihr ihn so lose wollt, erst wenn der Kuchen abgekühlt ist.


Im original Dialekt sagt man zum Streuselkuchen "Schläscher Sträselkucha" und wenn man Wikipedia glauben darf, wurder er früher auch gerne zu besonderen Anlässen wie Kirmes, Hochzeit, Taufe, etc. gebacken und dann schon zum Frühstück serviert. Kann ich nachvollziehen - ich habe am Tag nach dem Backen dieser Leckerei auch erstmal zwei Kolleginnen im Büro zum Frühstück mit Streuselkuchen versorgt. Muss schon sagen, hat uns den Freitag gerettet.


Und? Gibt's bei euch bald schlesischen Streuselkuchen?


Schlesisches Schüttelstroh

23. Juni 2018


Meine lieben Leser. 

Als vorletztes Rezept meiner schlesischen Woche gibt es heute ein Gericht, über das ich eigentlich überhaupt nicht viel weiß. Als ich meine Rezeptbilder auf meinem Instagram-Account teilte, fand ich unter der Bezeichnung #SchlesischesGericht noch ein weiteres Bild einer anderen Nutzerin. Die hatte Schüttelstroh gekocht und anscheinend kommt dieses Gericht auch aus Schlesien.


Nun, die Informationslage ist mehr als dürftig über dieses Gericht, aber ich fand heraus, dass es in Berlin eine Lokalität gibt, die Schüttelstroh mit Speckstippe serviert. Was ich herausfinden konnte war, dass Schüttelstroh eigentlich nur mit Kartoffelbrei vermischtes Sauerkraut ist, welches mit gebratenen Zwiebeln (und eigentlich Speck) serviert wird. Ein perfektes Gericht für eine Generation, die lieber Kartoffeln als Nudeln isst.


Leider ist es auch wieder ein Gericht, welches nicht unbedingt hübsch und einfach zu fotografieren ist. Aber wie alle arme Leute Essen von damals ist es schnell gemacht, günstig und braucht nur wenige Zutaten, die man eigentlich immer daheim hat. Ich habe den Speck natürlich weggelassen und für manche ist es nur eine Beilage, aber ich mag es so, wie es eigentlich ist: Eine günstige und dennoch relativ gesunde Hauptspeise. Lassen wir jetzt mal die Butter am Püree außen vor... Aber wer früher auf dem Feld arbeitete, brauchte auch Kalorien. Und Fleisch war Mangelware. 


Also hier die Rezeptkarte für meine Version des schlesischen Schüttelstrohs:


Ich liebe rohes Sauerkraut - wer das aber nicht so verträgt, der kann das Sauerkraut statt es nur zu erwärmen, auch ordentlich anbraten. Das schmeckt super und bringt noch mehr Aroma an das Gericht.


Den Kartoffelbrei kann man natürlich auch mit einem Kartoffelstampfer herstellen - allerdings finde ich es feiner, wenn man es durch eine Kartoffelpresse gibt. Ist einfach eine Geschmacksfrage.


Und, kennt ihr Schüttelstroh und habt ihr Lust, es nachzukochen?

Schlesischer Kartoffelsalat

20. Juni 2018


Meine lieben Leser.

Heute ist es genau eine Woche her, dass die Oma meines Freundes starb. Sie war eine schlesische Seele und wie in einigen Posts schon erwähnt, versuche ich, mein ostpreußisches Erbe hochzuhalten. Da die Gebiete Ostpreußen, Schlesien, Pommern etc. alle auf einer Kante lagen, vermischten sich die Geschmäcker natürlich und viele Rezepte sind sowohl der schlesischen als auch der ostpreußischen Küche zuzurechnen. Daher, um sie diese Woche besonders zu ehren, gibt es wieder ein leckeres schlesisches Rezept für euch.


Kartoffelsalat kennt natürlich in Deutschland jeder, aber ich fand diese Variante sehr interessant, da sie mehr Zutaten enthält als der klassische Kartoffelsalat. Sellerie, Petersilienwurzel und Äpfel sind eine Ergänzung, die ich so noch nicht kannte und auf die ich sehr neugierig war. Konnte das schmecken? Einen Apfel am Kartoffelsalat? Nunja, lasst euch überraschen! 


Und damit ihr diesen sehr sehr leckeren Kartoffelsalat nachkochen könnt, hier schnell die Rezeptkarte zum Herunterladen mit Rechtsklick und "Grafik speichern unter...".


Und damit ihr die Mayonnaise selbst machen könnt, hier noch mein allzeit gelingsicheres Rezept. Ich habe für den Salat eine Mayonnaise aus 4 Eigelb gemacht - also einfach ein bisschen mehr Öl nehmen.


Am Besten schmeckt der Salat, wenn er einen Tag/eine Nacht im Kühlschrank durchziehen konnte.


Ich finde, der Salat schmeckt hervorragend. Es ist mal etwas komplett anderes und ich finde die Abwechslung wirklich gut. Natürlich kann man nicht sagen, ob Geschmäcker vererbbar sind; aber ich liebe Kombinationen mit süß/sauer oder herzhaft/säuerlich sehr gerne und meine Oma kochte auch schon so. Es ist eine schöne Verbindung zu ihr und Oma Barbara - auch wenn beide nicht mehr auf dieser Erde wandeln.
 

Probiert ihn aus, ihr werdet nicht enttäuscht sein.

Schlesischer Mohnstriezel

18. Juni 2018


Meine lieben Leser.

 Letzte Woche starb die Oma meines Freundes. Sie entschlief friedlich und auch wenn wir uns wünschen würden, dass sie noch weiterleben würde, mit 93 - fast 94 - hatte sie ein langes Leben. Es war oft hart und von schweren Schicksalsschlägen erschüttert, aber sie war eine der stärksten Frauen, die ich kennenlernen durfte. Ruhe in Frieden, Oma Barbara. Wir denken an dich.

Sie kam aus Schlesien und musste im Krieg fliehen, aber mit ihrer fast filmreifen Liebesgeschichte beeindruckte sie mich immer wieder. Ihre schlesische Herkunft war ihr wichtig und sie erzählte mir und meinem Freund oft davon. Um Oma Barbara zu ehren, mache ich diese Woche zu einer schlesischen Woche und ich hoffe, dass sie vielleicht im Himmel doch W-LAN hat und mal vorbeischaut.


Aber kommen wir zum eigentlichen Rezept. Mohn ist etwas, das man liebt oder hasst. Manche mögen den Geschmack nicht, andere die Konsistenz. Ich dagegen liebe Mohn in all seinen Facetten und auch wenn ich sagen muss, dass das Mohnöl, welches ich letzten kaufte, doch ein wenig viel des Guten ist, esse ich Dinge mit Mohn unglaublich gerne. Passend ist natürlich auch, dass ich letztens erst Mohn aus der Heimat meiner Mutter kaufte – Mohn aus dem Werratal. Dort, in Grandenborn gibt es nämlich den Teichhof, bei dem wir ab und an mit meinem Opa essen gehen, und dort kann man regionalen Mohn kaufen. Für mich eine hervorragende Sache und natürlich verwende ich ihn für dieses Rezept. Mohn aus der Heimat meines Großvaters – das Rezept aus der Region meiner Schwieger-Großmutter. Herrlich… Ich spüre förmlich die Geschichte dahinter mit jedem Bissen.


Und natürlich gibt's wieder die Rezeptkarte zum Herunterladen mit Rechtsklick darauf und "Grafik speichern unter...".



Hach…Herrlich. Frisch gebacken ist dieser Zopf einfach ein Stück vom Himmel. Weich, luftig und durch die Mohnfüllung einfach ein Traum. Ich mache gerne Rosinen rein - gehört für mich einfach dazu.


Mögt ihr Mohn genauso wie ich?

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