Endlich die ultimative Pie Crust

15. August 2018



Meine lieben Leser.

Ich mag Pies sehr gerne und bisher fand ich meine eigentlich nie wirklich gut – ziemlich weit weg von perfekt. Da ich auch in einem Land aufwuchs, in dem kein Mensch jemals Pies backt, konnte mir auch keiner wirklich helfen. Meine Füllung war immer entweder zu weich und lief überall hin oder zu fest und z.B. die Äpfel waren noch lange nicht durch. Langsam begann ich wirklich an mir zu verzweifeln. Die Krönung war ein ungenießbarer Pfirsich Pie.


Kurze Geschichte: Ich hatte übelst Lust auf Pfirsich-Pie – hatte ihn aber noch nie gegessen; geschweige denn selbst gemacht. Aaalso recherchierte ich wie immer im Internet rum und fand auch einige leckere aussehende Rezepte. Also machte ich mich dran die Pie Crust zu machen (gelang super) und mixte die Pfirsiche wie im Rezept gewünscht mit Mehl und Speisestärke. Ab in den Pie, ab in den Ofen. Ich dachte ja, die Pfirsiche würden viel Wasser lassen, das würde sich alles zu einer hervorragenden Soße verbinden und die Pfirsichstückchen würden einen saftigen und süßen Kern bilden. Heraus kam ein innendrin nicht durchgebackener, aber außen knuspriger Pie mit einem Pfirsich-Mehl-Klumpen-Inneren. Es war scheußlich. Wirklich. Schonmal rohes Mehl gegessen? Empfehle ich nicht. Nach dieser Erfahrung war‘s vorbei. Ich musste was tun um nicht nochmal einen kompletten Pie in den Mülleimer schmeißen zu müssen.

Also kommen wir zur Pie Crust. Also die Kuchenkruste. Okay. Bleiben wir lieber beim englischen Begriff. Wie muss denn so eine Crust sein? Knusprig, blättrig und einfach ein toller Kontrast zu der weichen Füllung. Ich habe mit vielen Pie Crust Rezepten rumgespielt und ausprobiert und bin mit meiner Kreation hier am zufriedensten. Daher heute für euch mein Pie Crust Rezept samt Schritt-für-Schritt-Bildanleitung. Die Rezeptkarten könnt ihr mit einem einfachen Rechtsklick und "Grafik speichern unter..." herunterladen. 



Hier also die Anleitung in Bildern:

Hier in den ersten drei Bildern seht ihr, wie man die Butter in Stückchen zum Mehl gibt, sie zwischen den Fingern geschwind zerdrückt um eine krümelige Konsistenz zu erhalten. Danach gibt man - wenn man die Cheddar Crust machen möchte - den Käse in Stücken und die Butter in Scheiben hinzu.


Der Teig wird dann nur kurz durchgemischt. Man gibt dann das Wasser hinzu und verknetet den Teig gerade so, dass er zusammenkommt.


 Man nimmt dann diesen verkneten Teig, halbiert ihn und schlägt ihn in Frischhaltefolie ein und legt ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit kann die Füllung vorbereitet werden - hier z.B. Äpfel für einen Apple Pie.


 Wenn der Teig gekühlt ist, rollt man einen Teil auf die Größe der Pieform aus und gibt die Füllung hinein. Dann wird die zweite Hälfte des Teigs ausgerollt und nun kann man ihn entweder im Ganzen oder in Streifen auf den Kuchen legen. Danach geht der Pie abgedeckt nochmal mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.


 Kurz vor Ende der Kühlzeit kann der Ofen vorgeheizt werden und der Kuchen mit Ei bestrichen und mit Zucker bestreut werden. Nach der Hälfte der Backzeit decke ich die Ränder des Pies ab, damit sie nicht verbrennen.


Ich finde, mit diesem Teig gelingt ein Pie hervorragend und es wird mein absoluter Go-To-Teig. Bei einem Apfelpie werde ich immer Käse in den Rand machen; bei anderen Arten Pie kann man ihn durchaus weglassen. 

Viel Spaß beim Nachbacken!


Pineapple upside down Cake

13. August 2018



Meine lieben Leser.

 Ein Pineapple Upside Down Cake ist ein Klassiker der amerikanischen Küche - und da ja mehr Kuchenklassiker auf meinen Blog sollen, konnte der nicht fehlen. Erstmals in den 1930er Jahren erwähnt, wurde er vermutlich in den 1950er Jahren so richtig populär, als Dosenobst schick wurde.


Der Kuchen wird so gebacken, dass eine Masse zum karamellisieren in die Form gegeben wird, dann das Obst und dann der eigentliche Kuchenteig. Wenn alles gebacken ist, wird der Kuchen gestürzt und gibt sein hübsches "Gesicht" preis. Serviert wird er klassischerweise mit einer Kugel Vanilleeis und einem Klecks geschlagener Sahne.


Und hier für euch die Rezeptkarte für diesen unglaublich leckeren Kuchen:


Traditionellerweise wird der Kuchen in einer Eisenpfanne gebacken - nun, ganz ehrlich. Die Springform tut es auch. Achja und es ist eigentlich kein Kuchen, sondern ein Dessert.


Hier wird Ananas aus der Dose genommen und keine frische und auch die Kirschen in der Mitte sind Cocktailkirschen oder Kaiserkirschen.


Der Rührkuchen ansich ist reichhaltig, buttrig zart und locker. Ich liebe ihn und ich liebe auch die Kombination Rührteig und Ananas. Die Kirschen bräuchte ich nicht unbedingt - aber sie sieht doch zugegebener Maßen sehr hübsch aus.


Und, Lust zum Nachbacken bekommen?

Hausgemachter gelber Tabasco

11. August 2018


Meine lieben Leser.

Ich liebe Tabasco. Das ist eine unumstößliche Wahrheit und vor allem liebe ich den grünen Tabasco. Er ist wesentlich milder als der rote und er kommt bei mir auf jede Pizza drauf. Ohne geht es nicht mehr. So. Um richtigen Tabasco herzustellen, muss man eigentlich eine Maische aus den Chilis und Salz herstellen, diese muss 2 Jahre fermentieren und dann wird daraus die Chilisoße hergestellt. Gut, nun habe ich weder den Platz noch die Zeit oder Geduld, mir da 2 Jahre ein Fässchen hinzustellen und daher gibt’s hier die genauso leckere schnelle Version, die vielleicht nicht ganz so viel Geschmackstiefe hat, aber für den Hausgebrauch alle male ausreicht.


Und hier wieder zum einfachen Herunterladen, meine hübsche Rezeptkarte.



 Die getrockneten gelben Tabasco-Schoten sind ziemlich scharf, d.h. auch euer Endergebnis wird scharf sein – also eher mit dem normalen Tabasco zu vergleichen als mit dem grünen.


Diese Soße hält sich ewig. Ich habe sie seit Monaten in meiner Küche auf dem Regal stehen und außer, dass sich zwei Schichten bilden, passiert nichts. Je länger die Soße zieht, desto geschmackvoller wird sie.

Tomatengalette mit Zitronenschmand

10. August 2018


Meine lieben Leser.

Es ist soweit: Momentan ist es offiziell zu warm zum Kochen. In Kassel sind es - wie überall dieses Jahr - seit Wochen weit über 30 °C und mein Büro wird z.B. überhaupt nicht mehr kühl. Dort sind es konstante 30 °C und mehr.... Arbeiten fällt da doppelt schwer. Und auch zu Hause will ich mich hüten, Pastagerichte zu kochen oder sonstirgendwas, was mehr als einen Ofen erfordert. Und dann sind auch noch so viele meiner Balkontomaten reif, dass ich sie unbedingt verarbeiten muss. Ich ziehe die verschiedensten Sorten auf meinem 10 m²-Reich - rot, gelb, grün, schwarz. Alle Sorten, derer ich habhaft werden kann. 


Umso mehr freue ich mich natürlich, wenn die Tomaten auf meinem Balkon so sonnengeküsst sind wie dieses Jahr. Weich, reif und aromatisch! Ein Traum. Und diese Galette geht super schnell, ist ein leichtes Abendessen und es erfordert nur ein Küchengerät, das Hitze abstrahlt: Den Ofen. Mein Mürbeteig bleibt mürbe, auch wenn der feuchte Schmand und die saftigen Tomaten darauf backen - glaubt mir.


Und damit auch ihr in den Genuss diesen einfachen Gerichts kommt, hier die Rezeptkarte zum Herunterladen:


Ich mag es gerne, möglichst viele bunte Tomaten zu schichten - aber auch mit nur einer Sorte ist es kein Problem und schmeckt immer noch hervorragend.


In dem Zitronenschmand verstecke ich noch zusätzlich zur Zitrone etwas Knoblauch, denn mal ganz ehrlich. Gibt es eine bessere Kombination als Tomaten & Knoblauch? Ich versuche nur 2/3 des Schmands auf der Galette zu verteilen und den Rest nach dem Backen beim Servieren darüber zu geben. Das schmeckt nochmal etwas frischer.


Und? Was esst ihr bei der Hitze so?


Kretisches Gewürzsalz

8. August 2018


Meine lieben Leser.

Seit ich mit meinem Freund auf Kreta war, koche ich sehr gerne Gericht der kretischen Küche nach. Sie sind einfach, lecker und mit wenigen Zutaten schnell gemacht. Auf einem Markt in Chania kaufte ich damals ein Päckchen Gewürzsalz und seit dem benutze ich es unglaublich gerne auf allerlei Arten. Besonderns gerne einfach auf gebuttertes Toast. Da es leider langsam zu Ende geht, musste ich handeln und es "nachbauen". Ich denke, es ist mir ziemlich gut gelungen und da ich im Internet keine passenden Rezepte finden konnte, verblogge ich euch meines sehr gerne. 


Und hier die Rezeptkarte zum Herunterladen und ausdrucken. Und sammeln - ich mache das jedenfalls so.


Ich hatte leider nicht mehr so viele Koriandersamen, sondern nur noch gemahlenen Koriander. Ist aber nicht so schlimm; schmeckt genauso im Endergebnis. Improvisation ist alles.


Ich finde den Vergleich interessant - auf dem Bild hier unten ist links das Original und rechts meine Version.


Bringt ihr euch auch immer kulinarische Urlaubsmitbringel mit?

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