Die besten Kartoffel-Knisch aller Zeiten

22. September 2018


Meine lieben Leser.

Ein Knisch, zu Englisch Knish, ist ein leckeres Gebäck der jüdischen Küche. Zumeist herzhaft mit Kartoffel- oder Fleischfüllung (traditionell sind auch Buchweizen- oder Sauerkraut-Füllungen) gibt es sie bei Knishery’s in New York (und auch woanders) oder mittlerweile auch in süß (zumeist mit Frischkäse-Füllung). Knisch wurde durch osteuropäische Einwanderer um das Jahr 1900 mit in ihre neue Heimat Amerika gebracht und wird nun zumeist in kleinen Shops oder auch Ständen verkauft. Was früher Beilage war, wird heute eher als Streetfood angesehen, denn als wirkliches Gericht. Ich esse ihn aber sehr gerne als Abendessen zu einem Salat o. ä.


Sehr viele andere Kulturkreise kennen ähnliche Gerichte: Die Engländer habe ihre Cornish Pastrys, die Lateinamerikaner ihre Empanadas, die Osteuropäer ihre Piroggen etc. pp. Alle haben gemeinsam, dass es Teigtaschen mit Füllungen sind. Und mal ganz ehrlich – alle sind extrem lecker.


Und hier das Rezept zum Herunterladen:



Ob als Resteverwertung oder als frisch gemachtes Gericht – Knishes haben mein Herz erobert und dieser Kartoffel-Knisch ist nur der Anfang; denn er ist ein guter Beginner-Knisch. Mit viel Füllung, herzhaftem Geschmack und einer knusprigen Kruste, was will man mehr? Ich nehme für meine Füllungen am liebsten mehlig kochende Kartoffeln und koche sie frisch, aber auch gekochte Kartoffeln vom Vortrag funktionieren super.


Ich esse diesen Knisch am liebsten in Verbindung mit etwas Salat (z.B. Krautsalat) und etwas Senf an der Seite. Für meine Senfmischung nehme ich normalen gelben Senf und süßen Senf zu gleichen Teilen und vermenge beide. Ob warm am Abend oder kalt am nächsten Tag im Büro – durch die geschmorten Zwiebeln ist jeder Bissen ein Genuss.


 Na los, worauf wartest du?

Honey Twist

19. September 2018


Meine lieben Leser.

Ich liebe einfache Rezepte, die sich nebenbei zubereiten lassen. Eigentlich ist dieses Rezept schon fast zu einfach, allerdings nicht dann, wenn man das Topping gerade im Wasserbad schmilzt und auf einmal der Herd ausgeht. Kurzer Blick zum Ofen - auch da alles dunkel. Hm. Schwester auf der anderen Straßenseite angerufen - auch kein Strom. Mist! Und jetzt? Der Kuchen ist perfekt aufgegangen und muss jetzt abgebacken werden... Naja. schlussendlich kam der Strom irgendwann wieder und alles wurde gut - aber man merkt mal wieder, wie abhängig man von Strom ist. 


Ich hätte meinen schönen Honey Twist ja schlecht in die Sonne stellen können. Ich sollte eigentlich auf einem Dorf wohnen; da gibt's wenigstens ab und an noch Backhäuser. Hach, es wäre zu schön... Ein eigener Hof mit Tieren, schönen Foto-Ecken und immer einem Kuchen auf dem Fensterbrett. Naja, vielleicht irgendwann... Jetzt erstmal Kuchen!


Zum Herunterladen der Rezeptkarte einfach einen Rechtsklick darauf machen und
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Hmm... einfach nur lecker... Auch am zweiten Tag noch!


Es ist ein saftiger Hefeteig mit einem leckeren Honig-Topping. Ich liebe Honig! Allerdings erst seit einigen Jahren... Und auch wenn der Teig feucht ist, serviere ich dieses Gebäck gerne mit ein bisschen Konfitüre oder z.B. Pflaumenmus. 


Welche Art Honig ihr hierfür nehmt, ist eigentlich egal - ich habe einen leckeren Frühjahrsblütenhonig von der Arbeitskollegin meiner Mutter und ich denke, ein festerer Honig ist hier besser. Er verteilt sich besser und verläuft nicht so stark, wie z.B. flüssiger Akazienhonig.


Und diese Konsistenz erst. Ich liebe es, wenn man einen Hefeteig auseinanderzieht und die "Fasern" des Teigs sich ziehen wie Fadenkäse. Herrlich!

Mutti's einfaches Kartoffelgratin & panierter Feta

17. September 2018


Meine lieben Leser.

In meiner Familie hat Essen schon immer eine große Rolle gespielt und wir scheuten uns auch nicht vor Gerichten, die nach wahnsinnig viel Aufwand aussahen - denn die meistens sind gar nicht so schlimm, wie man denkt. Kartoffelgratin ist so etwas, bei dem ich mich erinnere, dass ich es nur zu Hause aß, denn kein anderer machte es. Dabei ist es so lecker!


Meine Mutter macht dieses Gericht immer aus dem FF und ohne Rezept, also habe ich mich mal drangemacht und ein Rezept für euch aufgeschrieben - ein wenig abgeändert von der Originalversion (aber wirklich nur Kleinigkeiten). Es ist auch mein Standartrezept in der Küche geworden und jeder Gast freut sich riesig, wenn er diese Leckerei serviert bekommt. Und damit es nicht an Beilagen mangelt, habe ich euch heute noch mein Rezept für doppelt panierten Feta mitgebracht. Der ist so lecker....


Und hier nun die Rezeptkarten zum Herunterladen mit einem Rechtsklick darauf und "Grafik speichern unter...".



Am besten gelingt das Gratin, wenn ihr versucht, die Kartoffeln in möglichst gleichdünne Scheiben zu schneiden. Ich nehme dafür entweder eine Gemüseraspel oder ein scharfes Messer und ein bisschen Konzentration.



Manche Menschen geben Käse über ihr Gratin - ich mag das nicht so sehr. Ich bin da puristisch veranlagt und esse lieber Käse dazu in Form meines panierten Fetas. Wenn ihr ihn schön knusprig bratet, ist es ein Hochgenuss.


Und, wusstet ihr, dass man Kartoffelgratin so einfach herstellen kann?

Vegetarische Winzer-Schnitten – Partyrezept!

15. September 2018


Meine lieben Leser.

Wenn es ein Rezept gibt, welches schnell und einfach ist, dann dieses hier. Brötchen oder altbackenes Bauernbrot aufschneiden, Zutaten schnippeln und vermengen und backen. Tada – vielleicht 5 Minuten Arbeit und das Abendessen ist im Ofen.


Das Originalrezept für Winzer Schnitten fand meine Mutter mal vor Jahren in einem Landfrauen-Kochbuch und da wir es über die Jahre vegetarisiert haben, enthält meine Variante keinen Speck mehr. Das tut dem Geschmack aber keinen Abbruch - denn ich würze hier gerne mit viel schwarzem Pfeffer. Das gibt den Schnitten den richtigen Kick.


Und hier die Rezeptkarte zum Herunterladen per Rechtsklick darauf und "Grafik speichern unter...".


Dieses Rezept kann man mit jedem „Untergrund“ machen, der gerade daheim im Küchenschrank lagert. Ob altbackenes Brot vom Vortag, Aufbackbrötchen, Bäckerbrötchen, übriges Ciabatta o. ä. Alles ist möglich.


Ach, man müsste sie viel öfert machen. Ich liebe diese Kombination aus Lauch & Käse. Hier z.B. habe ich mal meine leckere Lauch-Käse-Suppe verbloggt (falls ich wie ich seit und nicht genug davon bekommen könnt).

Schnepperte

13. September 2018



Meine lieben Leser.

Viele von euch werden Schnepperte gar nicht kennen. Es ist eine Art Kartoffelpuffer – aber mit Hefe drin. Ich erinnere mich noch an Kindertage, in denen wir den Kartoffelacker neben unseren Häusern „nachverlesen“ haben, wenn die Kartoffelernte rum war und aus diesen geklauten Kartoffeln mit der ganzen Nachbarschaft draußen im Garten Schnepperte ausbuken. Mit vielen gebratenen Zwiebeln, viel Speck (damals aß ich ihn noch) und für die Erwachsenen gab’s dazu Kaffee. Wir machten Wettessen und für jeden Puffer wurde eine Kerbe in den Pfeiler der Gartenhütte gehauen. Unsere Nachbarin schaffte einmal 10 Stück und das ist schon wirklich viel. Es war toll damals – die Nachbarschaft war unschlagbar. 


Nun, die meisten Menschen von damals leben nicht mehr hier oder sind bereits gestorben; aber das Rezept hat überlebt und auch wenn ich es heute nicht mehr mit geklauten Kartoffeln mache, schmeckt es noch genauso gut wie damals.


Hier habe ich mal versucht, das traditionelle Rezept mit einer Hand voll hiervon und einer Hand voll davon für euch in Worte zu fassen. Ich hoffe, ich komme nah heran:


Traditionen soll man hoch halten und alte regionale Rezepte muss man festhalten so gut es geht. Daher habe ich letztens, als meine Mutter im Garten wieder Schnepperte buk, schnell ein paar Fotos für euch gemacht und euch das Rezept aufgeschrieben. 


Dieses Rezept kommt aus der Region rund ums Waldecker Land / Korbach. Früher hat man Schnepperte auf einem Schareisen gemacht, welches man auf einen Ofen setzte und mit wenig Fett (es wurde nur eine Speckschwarze darüber gezogen), wurden die Schnepperte dann gebacken. 


Da man früher eher mittags aß, wurde schwarzer Kaffee dazu serviert. Heute bereite ich die Schnepperte etwas anders zu (kein Speck und auch kein Schareisen, sondern Öl und eine Pfanne) – ist aber auch meiner Ernährungsweise geschuldet.


 Und? Kennt ihr Schnepperte? 
















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