Alte Familienrezepte aus Schlesien + Linsenrösti

16. August 2017


Meine lieben Leser.

Letztens erzählte ich euch schon, dass meine Großmutter mütterlicherseits aus Ostpreußen stammt und ich mein ostpreußisches Erbe mit kulinarischen Exkursionen wenigstens ein bisschen hochzuhalten versuche. Die Großmutter mütterlicherseits meines Freundes Björn wiederum kommt gebürtig aus Schlesien und natürlich bin ich auch immer daran interessiert, dieses kulturelle Erbe ein wenig zu ehren. An dem Haus von Björns Oma war Rübezahl und ein Umriss von Schlesien an der Hauswand verewigt – eine schöne Erinnerung an die Heimat, aus der sie vertrieben wurde. Die Familie seiner Oma hatte dort eine Sauerkraut- und eingelegte Gurken-Fabrik und auch wenn ich nicht von ihr abstamme – ich liebe diese beiden Dinge genauso wie sie. Ich liebe es, alten Geschichten von damals zu lauschen und genauso liebe ich das ostpreußische und schlesische Essen. Es wird mit Liebe gekocht, ohne viel Chi Chi und man merkt vor allem eines: Die Menschen wussten, was sie taten. Jedes Gericht war schmackhaft, verarbeitete alles was da war und war kreativer als so manch ein Koch heute. Ich brauche keinen Klecks einer Creme zu einem winzigen Stück Schaum – ich brauche echte Küche mit echten Zutaten und einem Essen, was jedem ein Lächeln auf das Gesicht zaubert, der es isst. Man soll satt werden und sich freuen und nicht hungrig nach dem Essen zum nächsten McDoof gehen müssen.

Also habe ich auch heute wieder zwei schöne Bücher zum Thema für euch. Beide sind im Bassermann Verlag erschienen. Zuerst sehen wir uns mal gemeinsam das Buch „Alte Familienrezepte aus Schlesien“ an. Es ist vom gleichen Autor wie das Buch über die ostpreußische Küche, nämlich Harald Saul. Auch die Geschichten rund um einige Familien sind wieder drin – ich finde, das macht den Charme des Buches aus.


Die Rezepte sind teilweise ungewöhnlich – z. B. finden wir eine Holundersuppe mit Kartoffelstampf, einen Haferflocken-Beeren-Auflauf, allerlei Gerichte aus Eberesche, Fliederblütenwein, Waldhimbeerrolle aus Fliederblütenschaum, Fliederdicksaft, Schlesischer Apfelkuchen, Birnensoufflé, Quarknocken auf Holunder-Honigsoße, Ratiborer Gemüseschnitzel, Grünkernsuppe, Saure Eier in brauner Soße,…

Aber es gibt auch noch leckere andere Dinge wie: Neissgrunder Pflaumen- oder Obsttorte, Ludwigsdorfer Sandkuchen, Schlesischer Mohnstriezeln oder allerlei Dinge aus Sauerkraut wie einen Sauerkrauteintopf oder –auflauf.


Es gibt sogar Tipps, die recht hilfreich sein können. Z.B. wird verraten, wie man auf Kartoffelschalen selbst Kartoffelmehl herstellen kann oder aber auch ein Rezept für hausgemachten Kochkäse ist enthalten.

Alles in allem eine hervorragende Quelle für herzhafte und süße Rezepte aus der Schlesischen Küche. Auch viel Vegetarisches ist dabei und ich werde mit Sicherheit das eine oder andere Rezept nachkochen und backen. Die Familiengeschichten sind unglaublich interessant und ich würde jedem empfehlen, diese zuerst zu lesen. Also los geht's mit Schlesischen Linsenrösti.


Die Rezeptkarte könnt ihr mit einem einfachen Rechtsklick darauf und dann "Grafik speichern unter..." downloaden, ausdrucken und nachkochen.



Kommen wir zum zweiten Buch. Es heißt „Rezepte, Geschichten und historische Fotos aus Schlesien“ und wurde von Hanna Grandel geschrieben. Auch hier finden wir wieder typische Rezepte wie Sauerampfersuppe, allerlei verschiedenen Klöße, Kartoffelpuffer, natürlich viele Rezepte mit Fleisch als Hauptbestandteil, etc. Mein Kapitel ist da eher „Salat und Gemüse“, denn dort finden sich Rezepte für Saure Gurken-, Rote Rüben- oder Bohnensalate, Kartoffelsalate und Galuschel (Pfifferlinge). Im Kapitel „Backwerk“ finden Schleckermäuler Rezepte für Elisenlebkuchen, Liegnitzer Bomben, Striezel (Christstollen), Mohnstriezel, Einback und Schneebälle, Napfkuchen oder Kümmelstangen, Käsetaschen, Käsekuchen, Martinihörnchen und Sträselkucha (Streuselkuchen). Es gibt natürlich auch noch ein Kapitel mit Süßspeisen und Getränken und dort findet man z.B. Armer Ritter, Apfel im Schlafrock, Kaltschalen, Waldmeisterbowle und Teepunsch.

Alles in allem ein wirklich schönes Buch mit tollen alten Fotografien und zusammen ergänzen sich die Bücher super.

Kennt ihr schlesische Rezepte oder die schlesische Küche?


Spinat-Ricotta-Frittata

9. August 2017


Meine lieben Leser.

Eine Frittata ist eigentlich ein italienisches Omelette mit verschiedenen Ergänzungen. Und auch wenn hier als Bezeichnung die spanische Tortilla (nicht zu verwechseln mit der mexikanischen) besser passen würde, fände ich das ein wenig verwirrend. Lecker ist dieses Gericht auf jeden Fall – egal wie man es nennt.


 Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich liebe die Kombination Kartoffel-Feta-Spinat schon seit Jahren und dieses Gericht ist auch mein Go-to, wenn ich zu viele Kartoffeln gekocht habe und nun irgendwas mit ihnen anstellen muss. Dazu serviere ich gerne noch einen leckeren Salat – und, ich muss es ja zugeben, Ketchup (im Besten Fall natürlich selbstgemachten).



Zutaten (ca. 4 Portionen):

800 g Kartoffeln
1 Zwiebel
1 – 2 Knoblauchzehen
200 g frischen Spinat
5 Eier
200 ml Milch  
etwas frischen Thymian und Oregano
1 TL geräuchertes Paprikapulver
Salz/Pfeffer
Chili nach Bedarf
100 g Feta
4 EL Ricotta

Zubereitung:

Zuerst die Kartoffeln gar kochen.
 In ca. 1-cm-dicke Scheiben schneiden und beiseite stellen.
Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein hacken.
Den Spinat waschen und abtropfen lassen.
Die Zwiebel und den Knoblauch nun in etwas
Olivenöl anbraten und den Spinat hinzugeben.
Die Eier und die Milch vermengen und
mit den Gewürzen abschmecken.
Nun die Kartoffeln und den Feta zu dem Spinat
geben und alles gut vermengen.
Die Masse nun in eine Auflaufform geben
und mit der Eimasse übergießen.
    Zuletzt noch den Ricotta esslöffelweise darauf verteilen
und alles bei 200 °C in den Ofen schieben.
Ca. 25 – 30 Minuten backen, aus dem Ofen nehmen
 und bei Raumtemperatur nochmals
ca. 10 Minuten stocken lassen.


Wenn ihr die Frittata aus dem Ofen nehmt und ca. 10 Minuten stocken lasst, könnt ihr perfekte Stücke herausschneiden. Versucht ihr sie gleich zu schneiden, tritt zu viel Flüssigkeit aus und sie zerfällt.

Ich finde, dieses Gericht ist die beste Ausrede dafür, mal mehr Kartoffeln zu kochen als man braucht. Schließlich gibt es immer eine Frittata-Variante, die man noch nicht probiert hat. Wie seht ihr das?

Neue Bücher von Dr. Oetker

5. August 2017

Meine lieben Leser.

Der Dr. Oetker-Verlag versorgt mich derzeit immer gut mit seinen Neuerscheinungen und heute wollte ich sie euch mal zeigen. Sie legen derzeit viele der Bücher neu auf und bringen einige zu neuen Themen raus. Ich finde das ziemlich spannend und habe schon viele Dinge gefunden, die ich gerne nachbacken und –kochen will. Fangen wir doch einfach mal bei einem Buch an.


Als erstes fiel mir das Buch „Zupfbrote“ in die Hände. Zupfbrote sind seit einigen Jahren unglaublich beliebt und ich liebe sie sehr. Egal ob Grillabend oder einfach nur zur Suppe – sie schmecken immer lecker und lassen sich hervorragend vorbereiten. Man braucht kein Messer um die zu schneiden, sondern reißt einfach ein Stück ab. Herrlich. Rezepte, die mir in dem Buch gut gefallen haben, sind: Pizza-Zupfbrot, scharfes Auberginen-Zupfbrot, Jalapeno-Zupfbrot, Walnuss-Tomaten-Zupfbrot, Zupfbrot-Spieße, Buttermilch-Zupfbrot mit Heidelbeeren, Franz-Zupfbrot, Safran-Vanillecreme-Zupfbrot, Zupfbrot mit Mandelpudding und Orangen, Kirmes Zupfbrot-Spieße und Himbeer-Wickelbrote. Rundum ein gelungenes Buch mit tollen Ideen.

Danach sah ich mir das Buch „Zauberkuchen“ an. Das Grundrezept für meinen Zauberkuchen könntihr hier finden – aber natürlich gibt es noch viele Varianten mehr. Ich fand es interessant, dass man ein ganzes Buch daraus machen kann, aber wieso nicht? Rezepte, die mich hier sehr angesprochen haben, sind: Mandarinen-Frischkäse-Torte, Schokoladentraum, Key-Lime-Kuchen mit Baiser, Sanddorn-Chia-Kuchen, Caipirinha-Zauberkuchen, Bratapfel-Zimt-Kuchen und das New-York-Cheesecake-Dessert im Glas. Wirklich interessante Rezepte – und alle mit nur einem Teig umsetzbar. Das spart eine Menge Zeit. 


Kommen wir dann zu einem Buch, an das ich etwas skeptisch heranging. „Kühlschranktorten“ sind für einen Vegetarier nämlich immer so eine Sache. Eigentlich alle Rezepte, die ich kenne, sind mit Gelatine gemacht und das esse ich ja nunmal nicht. Klar, von Dr. Oetker gibt es mittlerweile auch ein vegetarisches Geliermittel – aber es geht ums Prinzip. Rezepte die  mir gefallen haben und bei denen ich die Gelatine dann halt austauschen müsste sind: Bananen-Kefir-Quark-Torte, Cantuccini-Mango-Torte, Doppelkeks-Torte mit Heidelbeeren, Himbeertorte mit Joghurtcreme, Milchreistorte mit Himbeeren, Pfefferminz-Cheesecake und die Zitronen-Knusper-Torte. 

Weiter geht’s mit dem Buch „Drinks von A-Z“. Ich bin kein großer Fan von Alkohol – daher betrachte ich Empfehlungen für ein Buch mit alkoholischen Drinks eher skeptisch, aber in dem Buch sind Gott sei Dank nicht nur Sachen mit Alkohol. Interessant fand ich: Asia-Smoothie, Banana Italiano, Black Death, Coco Choco, Death in the Afternoon (mit Absinth), Feuerzangenbowle, Fromme Helene, Monte Carlo Imperial Highball und Vampir. Interessantes Buch, wenn man mal einen anderen Cocktail servieren will. 


Weiter geht’s mit dem Buch „Einmachen von A-Z“. Ich liebe es, Dinge haltbar zu machen und immer etwas im Vorratsschrank zu haben. Daher ist dieses Buch für mich ein richtiger Treffer. Interessante Rezept, die ich demnächst mal ausprobieren werden sind: Rote Zwiebel-Preiselbeeren-Confit, Granatapfelgelee mit Bionade und Kokos, Gurken in Bier, schnelles Herbstgelee, Holunderlikör mit Gin, Karibik-Konfitüre, eingelegte Paprikaschoten, Preiselbeer-Relish und eingelegte Tomaten.

Das nächste Buch ist „Neue Salate von A-Z“. Salat gibt es in meinem Haushalt zu jedem Abendessen dazu – und daher brauche ich immer mal neue Ideen und Rezepte. Da kommt mir dieses Buch wirklich gelegen. Ausprobieren werde ich: Babyspinatsalat mit Harissa-Joghurt und pochiertem Ei, Blumenkohlsalat auf spanische Art, Bohnen-Kartoffel-Salat mit Schafskäsesauce, griechischen Auberginensalat, Kartoffelsalat mit Tahina-Sauce, Rucola-Zuckerschoten-Salat mit Kartoffeldressing, Sobanudel-Salat mit Shiitake und Spinatsalat mit grünem Spargel und Hummus.


Auch interessant fand ich „Neue Blechkuchen von A-Z“. Blechkuchen sind für mich eine einfache und schnelle Variante, um mehrere Menschen satt zu bekommen und mit Kuchen zu versorgen. Daher habe ich mir schon zum Ausprobieren notiert: Fränkischer Apfelkuchen, Bananen-Buttercreme-Kuchen, Johannisbeer-Quark-Kuchen mit Baiser, Kirschbutter-Kuchen, Kirsch-Joghurt-Schnitten, Gedeckter Kirschkuchen, Schokoladenmousse-Kirsch-Schnitten, Zimtkuchen mit Blätterteig, Zitronen-Klecksel-Kuchen und Zwetschgenkuchen.

Und last but not least: „Schnell und einfach von A-Z“. Allein der Titel macht Lust, in das Buch zu gucken – denn wer mag es nicht schnell und einfach, wenn unter der Woche mal wieder wenig Zeit ist. Rezepte, die mich angesprochen haben sind hier: Brotsalat mit grünen und weißen Bohnen, Buchweizenwaffeln mit Zwiebelmarmelade, Bulgur-Gemüse-Pfanne, Eier in Gemüse, French Toast, Gemüsepalatschinken mit Spinat, Kaiserschmarrn, Pasta-Gröstl mit Pinienkernen, Pizzawaffeln, Popovers mit Kräutern und Joghurtdip.

Was haltet ihr von dem neuen Design und den hübschen neuen Büchern?

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