Fluffig-leichte Erdbeerrolls zum Frühstück

17. Mai 2017


Meine lieben Leser.

Ich liebe Zimtrollen. Zum Frühstück. Zum Kaffeetrinken. Zu eigentlich jeder Tages- oder Jahreszeit. Aber es war an der Zeit, mal etwas Neues auszuprobieren. Denn wir befinden uns in der Erdbeersaison und das muss, ich betone: MUSS, man ausnutzen, um diese Wölkchen von Erdbeerrolls zu machen.


Den Teig kann man entweder sofort benutzen oder aber über Nacht gehen lassen. Mein Teig ist eine kleine Diva, aber wenn ihr ihn gut behandelt, werden es die fluffigsten Erdbeerrolls mit Zitronen-Zuckerguss, die ihr jemals essen werdet. Versprochen. Sie sind einfach nur richtig gut… Na toll. Nun habe ich wieder Hunger auf sie. Na mal sehen, wo ich jetzt auf die Schnelle Erdbeeren herbekomme…


Zutaten:

95 ml Milch
65 ml Wasser
40 g Butter
1 Prise Vanille
5 EL Zucker
½ Würfel Hefe
1 Ei
400 g Mehl

Füllung:

400 g Erdbeeren
2 EL Erdbeersirup
1 Prise Vanille

Außerdem:

4 EL Puderzucker
ca. 1 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Zuerst die Milch, das Wasser, die Butter,
die Vanille und den Zucker in einen kleinen Topf geben
und soweit erwärmen, dass die Butter schmilzt.
 Die Mischung dann wieder lauwarm abkühlen
lassen und die Hefe hineinbröseln.
Das Mehl und das Ei in eine Schüssel geben
und die lauwarme Milch-Hefemischung ebenfalls hinzufügen.
Alles gut (ca. 3 Minuten) mit einer Küchenmaschine
 mit Knethaken durchkneten und diesen klebrigen
und feuchten Teig dann mit einem feuchten Tuch
abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen und dann
 weiterverarbeiten oder den Teig nach der Stunde
Gehzeit in der Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken
und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Tag den Teig mit einem Teigschaber
auf eine bemehlte Arbeitsplatte geben und
obendrauf ebenfalls gut bemehlen.
 Ein paar Mal durchkneten und dann ca. ½ cm dick ausrollen.
Dann die Erdbeeren waschen und trocknen
                          und vom Strunk befreien. Erdbeeren, Erdbeersirup und Vanille
pürieren und auf den Teig streichen.
Nun den Teil fest aber vorsichtig einrollen und diese Rolle
 dann in ca. 4 – 5 cm dicke Scheiben schneiden.
Die Scheiben mit der Schnittfläche nach unten in eine
ca. 20x30 cm Form (nicht zu nah beieinander) setzen
und alles abgedeckt  nochmals ca. 30 Minuten
an einem warmen Ort (oder bei einer kühlen Küche
bei 35 °C im Ofen) gehen lassen.
Derweil den Ofen auf 180°C vorheizen
und die Erdbeerrolls dann ca. 30 Minuten backen.
Garprobe machen und wenn sie fertig sind,
komplett auskühlen lassen.
Dann noch den Guss zubereiten (also Puderzucker
mit Zitronensaft mischen) und über die Rolls gießen.
Lauwarm servieren.


Wer morgens Zeit sparen will, der bereitet die Rolls soweit zu, dass sie gefüllt in der Form schlummern und stellt sie dann in den Kühlschrank. Dann morgens nur noch eine halbe Stunde Temperatur annehmen lassen und dann backen. Klappt auch hervorragend.
Und, seid ihr eher der Cinnamonrolls- oder der Erdbeerrolls-Fan?


Bärlauch-Kapern aus Blütenknospen

10. Mai 2017



Meine lieben Leser.

Ja, ich weiß. Das Herstellen von Fake-Kapern aus Blütenknospen hört sich mal wieder sehr alternativ an. Ich, als verkappter Öko, konnte aber meine Finger nicht davon lassen – denn als ich letztens bei meiner Nachbarin Bärlauch pflückte, meldete sich eine kleine – aber durchaus hartnäckige – Stimme in meinem Unterbewusstsein, die sagte: „MOMENT. Du hast da was gelesen. Knospen-Einsammel-Modus einschalten“. Wer bin ich schon gegen mein Unterbewusstsein; und so sammelte ich nicht nur Blätter ein, sondern auch Knospen. Nach einiger Recherche wurde mir klar, dass das eine ziemlich einfache Sache ist eigentlich. Man nimmt die Knospen, legt sie in einem Essigsud ein und lässt sie ziehen. Ein paar Wochen. Und wenn die schöne Bärlauchzeit schon wieder vorbei ist, hat man etwas für z.B. Vorspeisenplatten oder aber auch einfach aufs Frischkäsebrot. Ne ziemlich lecker und einfache Sache – also das nächste Mal bei der Bärlauchernte ein paar Knospen sammeln – natürlich nicht alle, denn wir wollen ja nächstes Jahr wieder Bärlauch haben. Also los geht’s.


Variante 1: Essigsud (unteres Bild links)

Zutaten:

etwa 100 g geschlossene Bärlauch-Blütenknospen
ca. 150 ml Essig (z.B. Weißweinessig, Kräuteressig
 oder auch Altmeisteressig)
100 ml Wasser
50 g Zucker
1 TL Salz
1 TL Pfefferkörner
1 Lorbeerblatt pro Glas

Zubereitung:

    Die Bärlauchknospen waschen und trocknen.
Vom Stiel befreien und auf kleine sterile
und saubere Schraubgläser aufteilen;
jeweils 1 Lorbeerblatt ins Glas stecken.
Nun die restlichen Zutaten in einen
Topf geben und auskochen lassen.
Den Sud heiß über die Knospen geben
und das Glas gut verschließen.
Es sollte ein Vakuum ziehen – ansonsten
im Kühlschrank aufbewahren
und schnell verbrauchen.
Die Gläser erstmal 1 – 2 Wochen
mindestens ziehen lassen.


Variante 2: Milchsäuregärung 
(Bild oben rechts)

Zutaten:

etwa 100 g geschlossene Bärlauch-Blütenknospen
1 TL Meersalz (ohne Jod)
ca. 150 ml Wasser


Zubereitung:

Die Bärlauchknospen waschen und trocknen.
Vom Stiel befreien und auf kleine sterile
und saubere Schraubgläser aufteilen.
Nun das Salz hinzugeben und gut vermengen.
Das Glas über Nacht offen stehen lassen.
Am nächsten Morgen dann Wasser abkochen
und abkühlen lassen.
Das Glas mit dem Wasser
auffüllen und gut verschließen.
Die Knospen jetzt ca. 2 Wochen
durchziehen lassen
    – danach sollten sie leicht säuerlich schmecken.


Einen kleinen Tipp: Nehmt so kleine Gläser wie möglich – dann lieber 1 oder 2 mehr, denn ihr werdet immer nur relativ wenige auf einmal essen und lieber keinen Schimmel riskieren.

Nun, und wie isst man diese Bärlauch-Kapern nun? Nunja, es gibt einige Varianten. Z.B. schmecken sie hervorragend auf ein Butter- oder Frischkäsebrot. Auch auf Antipasti-Vorspeisentellern machen sie sich super. Probiert sie einfach mal aus.

Erdbeer-Sirup (+ Christina’s Erdbeer-Gin Tonic)

3. Mai 2017


Meine lieben Leser.

Jeder von euch kennt bestimmt den klassischen Gin Tonic. Ein Cocktail bestehend aus Gin jedweder Art und Tonic Water. Einige mögen eine Gurkenscheibe in ihrem Tonic, andere nicht oder vielleicht nur ein Stück Schale einer Zitrusfrucht. Ich habe mir überlegt – da die Erdbeersaison gerade anfängt – meinem Gin Tonic einen Erdbeerkick zu geben und was soll ich sagen – ich bin süchtig. Normalerweise mag ich Alkohol überhaupt nicht und denke, dass er mehr schadet als nützt, aber dieser Cocktail hat auch nicht viel Gin in sich, daher kann man ihn sich abends nach einem stressigen Arbeitstag durchaus mal gönnen. Ich mache mein Erdbeersirup für meine Cocktails selbst – es schmeckt wesentlich besser als gekaufter und hat ein feineres Aroma. Also ran an den Sirup; es gibt einen leckeren Cocktail!


Zutaten Erdbeersirup:

ca. 600 g frische Erdbeeren
100 g Zucker
1 Vanilleschote
1 Prise Salz
Saft 1/2 Zitrone

Zubereitung:

          Zuerst die Erdbeeren waschen, trocknen und vom Grün befreien.
Danach die Erdbeeren in einem Entsafter entsaften
(kalt – nicht der auf dem Herd).
 Zur Not die Erdbeeren pürieren und durch
ein feines Haarsieb streichen.
Den Saft zusammen mit dem Zucker, dem Mark
der Vanilleschote (und der Schote) sowie der Prise Salz
und dem Saft der Zitrone
 in einen Topf geben und einmal kurz aufkochen
(der ganze Zucker sollte sich aufgelöst haben).
Den Sirup noch heiß in eine saubere und
sterile Glasflasche geben und verschließen.


Der Sirup hält sich durch das Vakuum einige Monate, allerdings bewahre ich angefangene Flaschen im Kühlschrank auf.

So, und wie geht nun mein Erdbeer-Gin Tonic? Ziemlich einfach eigentlich.


Zutaten Gin Tonic (1 Glas):

2 cl Erdbeersirup
2 cl Gin eurer Wahl
3 – 4 Eiswürfel
Tonic Water eurer Wahl
1 – 2 Erdbeeren pro Glas

1 Strohhalm


Zubereitung:

Zuerst den Sirup und den Gin ins Glas geben,
darauf das Eis legen und danach das
 Glas mit Tonic Water auffüllen.
                                     Eine Erdbeere in Scheiben mit ins Glas geben,
 die andere am Rand servieren.
Strohhalm dazu und schon seit ihr bereit
für den wohlverdienten Feierabend.


Ich benutze meistens entweder Bombay Sapphire Gin oder den von Hendricks. Ist einfach eine Geschmackssache. Genauso benutze ich das Tonic Water von Schweppes – einfach, weil es mir am besten schmeckt und ich es nicht erst irgendwo bestellen muss. Aber das bleibt ja jedem selbst überlassen. Und nein, leider werde ich von keiner der drei Firmen gesponsert….

Behaltet bitte im Hinterkopf, dass jede Art von Alkohol eurem Körper mehr schadet als nutzt, daher trinkt bitte mit Verstand und ganz ehrlich – mir schmeckt der Cocktail durchaus auch mal ohne Gin drin. Hauptsache Erdbeeren, nicht?


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