Leftover Porridge Muffins

20. Juli 2016



Meine lieben Leser.

Wie auch schon im vorangegangenen Post erwähnt, lasse ich nur ungern Lebensmittel verkommen. Daher mussten kreative und leckere Lösungen für das ich-habe-zu-viel-Porridge-gekocht-was-nun-Problem her und da man nicht immer nur super leckeres Brot essen mag sondern vielleicht auch mal etwas süßes, habe ich genau das richtige Rezept für euch. Muffins! Fluffig, locker, kernig, süß. Einfach nur hervorragend. Und da man quasi schon das Mehlkochstück "vorgearbeitet" hat, bleiben sie auch länger saftig als andere Muffins. Ihr MÜSST sie probieren!


Zutaten:

200 ml Milch
300 g Porridge
1 Ei
50 ml Sonnenblumenöl
250 g Weizenmehl Type 550
100 g Zucker
1/2 TL Salz
1 TL Zimt
1 1/2 TL Backpulver
150 g Trockenfrüchte nach Wahl
(z.B. 100 g Cranberrys und 50 g Birnen)

+ ein paar Haferflocken
zum Bestreuen

Zubereitung:

Zuerst vermischst du die Milch und
den Porridge in einer Küchenmaschine.
Wenn die Masse homogen ist, gibst du
Sonnenblumenöl und das Ei hinzu und
vermischt alles. Währenddessen schneidest
du die Trockenfrüchte in kleine Würfel,
vermischt alle trockenen Zutaten miteinander,
siebst sie durch und gibst alles zu den
feuchten Zutaten in der Schüssel.
Alles gut durchmischen und den Ofen auf
180 °C vorheizen. Nun einen Eisportinierer
       nehmen und in ein Muffinblech mit Muffinförmchen
jeweils ca. 1 1/2 Portionen füllen. Die Teiglinge
jeweils mit ein paar Haferflocken bestreuen.
Das Blechin den Ofen schieben 
und  ca. 25 Minuten backen.


Diese Muffins sind lecker, saftig und halten sich 2 - 3 Tage. Der Geschmack steht und fällt mit euren Trockenfrüchten - sind diese gezuckert, werden sie vielleicht zu süß. Daher versucht ungezuckerte Trockenfrüchte zu verwenden. 


Also, wie verwertet ihr am liebsten übrig gebliebenen Porridge?

Whipped Feta & seine Einsatzmöglichkeiten

13. Juli 2016


Meine lieben Leser.

Ich bin gerade auf der Suche nach immer neuen Dips und Saucen. Also pinne ich fleißig bei Pinterest und durchforste das Internet nach neuen Ideen und leckeren Varianten. Letztens hörte ich dann das erste Mal von Whipped Feta und wollte erstmal wissen, was das ist. Denn ich liebe Feta über alles und würde diesen Käse am Liebsten zu allem essen. Gerne mache ich aus ihm einen Brotaufstrich, aber immer nur das selbe ist ja langweilig. Also auf geht's, lasst uns mal den Feta whippen.

Den Feta den ihr für dieses Rezept braucht, ist richtiger Feta. Also den cremigen aus Schafs- und Ziegenmilch. Der ist teurer, aber er schmeckt auch Millionen-Mal besser als der aus Kuhmilch. Außerdem funktioniert dieses Rezept mit z.B. diesem Hirtenkäse nicht. Es muss ein richtig lecker-cremiger Feta sein; ich benutze immer den von Greco (gibt's bei z.B. bei Rewe).


Zutaten:

200 g Feta aus Ziegen- und Schafsmilch
100 g Vollfett-Frischkäse
1 TL Sriracha-Soße, z.B. diese hier

Sriracha-Soße gibt's in jedem
Asia-Supermarkt.

Zubereitung:

Gebt den Feta, den Frischkäse und etwas Srirachasoße
(oder eine andere scharfe Soße, die nicht so flüssig ist)
in einen guten Mixer und mixt alles so lange durch,
bis eine Creme ohne Stückchen entstanden ist.
       Gebt diese Creme dann in die Schüssel des Kitchenaid
und schlagt sie wie Sahne ca. 3 - 4 Minuten
auf Stufe 10 auf. Bei einem Handrührgerät
kann es länger dauern,
bis die schöne Konsistenz erreicht ist.
Diese richtig fluffige Creme kann nun für
alles mögliche weiterverwendet werden.
Im Kühlschrank aufbewahren.


Ich liebe diese Creme. Sie ist so fluffig wie eine Wolke und so würzig wie eben Feta. Die Sriracha-Soße gibt eine gewisse leichte Schärfe und ich liebe das. Ihr könnt die Soße natürlich weglassen, aber sie trägt zum runden Geschmack bei.


Und was macht man jetzt damit? Nunja. Am liebsten esse ich sie einfach so aus der Schüssel. Aber wenn man was vernünftiges damit machen will, habe ich natürlich auch noch was im Petto. Wie wäre es mit einem leckeren Appetizer mit knusprigem Brot und lecker marinierten Tomaten? Hört sich gut an? Finde ich auch. Also los!



Zutaten:

8 - 10 Scheiben Chiabatta o. Baguette
ca. 2 EL Olivenöl


1 x obiges Rezept Whipped Feta

250 g Cherrytomaten
1/2 rote Zwiebel
1 EL Trüffelöl (siehe Tipp)
1 EL Altmeister-Essig (siehe Tipp)
Salz, Pfeffer nach Geschmack
3 - 4 Blätter Basilikum
Zubereitung:

Zuerst den Whipped Feta nach obigem Rezept zubereiten.
Danach die Chiabatta- oder Baguettscheiben
auf ein Backblech legen und
mit etwas Olivenöl bepinseln.
Nun bei 180 °C ca. 10 - 15 Minuten in den Ofen geben
(so lange, bis sie knusprig braun sind).
     Währenddessen die Tomaten waschen und kleinschneiden.
Die Zwiebel ebenso. Beides in eine Schüssel geben
und mit den restlichen Zutaten marinieren.

Sobald das Brot knusprig ist, jeweils etwas
Whipped Feta aufstreichen (damit nicht geizen!)
und ein paar Tomaten darauf geben.



Ich verspreche euch, dieser Appetizer ist schneller weg als ihr gucken könnt.


Tipp zu den besonderen Zutaten: 

Trüffelöl gibt's im Feinkostladen oder im Internet - es gibt da teure und günstigere. Entscheidet selbst, welches ihr kaufen wollt. Meines habe ich geschenkt bekommen, daher kann ich euch nicht sagen, wie teuer es war. Auf jeden Fall schmeckt es lecker und es ist mal was anderes.
Den Altmeisteressig gibt's in jedem Supermarkt; meiner ist von Hengstenberg und er ist einfach würziger als andere Essigsorten. Ich mache ihn fast überall dran. 

Auch eine Idee wäre, den Whipped Feta einfach als Dip auf den Tisch zu stellen - oder aber ihn zu gebackenem Gemüse essen... Hach... Alles wird besser mit dieser Creme!

Fluffig, fluffiger, Angelfood Cake!

6. Juli 2016


Meine lieben Leser.

Ich bin immer auf der Suche nach neuen leckeren Dingen, die ich bisher nicht kannte. Vor kurzem bin ich daher wieder auf etwas gestoßen, von dem der Teil der Menschheit, der nicht in den USA aufgewachsen ist, vermutlich noch nie gehört hat: Angelfood Cake. Essen der Engel. Etwas übertrieben, was? Nein! Denn dieser Kuchen ist so dermaßen fluffig und luftig... einfach genial. Er benötigt eine Sonderbehandlung und Backanfänger sollten sich vielleicht erstmal mit etwas anderem begnügen. Auch ist für einen originalen Angelfood Cake eine besondere Form von Nöten - aus Aluminium ohne Antihaftbeschichtung (kein Affiliatelink); damit der Teig daran "hochklettern" kann. Man muss diesen Kuchen auch sofort nach dem Backen auf dem Kopf abkühlen lassen - so fällt er nicht zusammen. Ihr merkt schon, ein nicht ganz einfacher Kuchen. Aber er ist es sowas von wert...


Zutaten:

170 g Puderzucker
160 g Weizenmehl 405
12 Eiweiß (Größe M)
1 1/2 TL Weinsteinbackpulver
210 g Zucker
1 TL Vanille
1 Prise Salz

optional:
1 TL Mandelextrakt

dazu:

1 Becher Sahne
1 Pk. Sahnesteif
1 EL Puderzucker
1 TL Vanille

100 g frische Beeren
(z.B. Erdbeeren und Blaubeeren)

Zubereitung:

Als allererstes Müssen die Eier auf Raumtemperatur kommen.
Daher ca. 30 Minuten vor dem Backen
aus dem Kühlschrank holen!
Nun musst du den Puderzucker und das Mehl
vermengen und 3 Mal durchsieben. Ja. Wirklich 3 Mal!
Das bringt Luft an das Mehl und man hat
 keinerlei Klumpen im Teig.
Danach werden die Eier getrennt - was du mit
den Eigelben machen kannst, verrate ich dir weiter unten.
 Gib nun die Eiweiße in eine Schüssel und gib
 das Weinsteinbackpulver hinzu.
Nun alles auf kleiner Stufe 
(Kitchenaid Stufe 2) "durchlüften".
 Danach auf etwas größerer Stufe (Kitchenaid Stufe 4)
leicht schaumig rühren und eßlöffelweise den Zucker,
 die Vanille und 1 Prise Salz hinzugeben.
Nun auf Stufe 5 stellen und weiterschlagen,
bis die Masse anfängt zu glänzen und anfängt,
 steife Spitzen zu bilden.
Sobald sie stehen bleiben, aufhören!
Nun musst du das Mehl/Puderzucker-Gemisch 
in 4 Portionen unter den Eischnee heben. 
D.h. 1/4 der Mehlmasse
auf den Eischnee sieben und mit einem 
Silikonspatel von Außen nach innen unterheben.
 Dabei darauf achten, dass so viel Luft
 wie möglich in der Masse bleibt.
Sobald alles untergehoben ist, wird die Masse gleichmäßig
in die Angelfood Cake-Form gegeben.
 Leicht glattstreichen und mit einem Messer durch
 die Masse fahren, um eventuelle Luftkammern aufzubrechen.
Nun nochmals glattstreichen und bei 180 °C ca. 35 Minuten
auf der untersten Schiene backen.
Der Kuchen ist fertig, wenn er auf leichten Druck
mit dem Finger wieder langsam "zurückspringt".
Nun aus dem Ofen holen und sofort umdrehen
 und auf dem Kopf abkühlen lassen.
Hat deine Form keine kleinen Füße, "stecke" sie auf eine volle Weinflasche. Lasse den Kuchen komplett auskühlen (ca. 2 Stunden).
 Danach kannst du den Kuchen mit einem scharfen Messer
von den Seiten lösen, den Innenteil der Form herausheben
und unten einmal langschneiden.
Nun den Kuchen vorsichtig stürzen und
auf eine Servierplatte geben.  Mit einem scharfen
Wellenschnittmesser schneiden!



Ich serviere meinen Angelfood Cake sehr gern mit ein paar Blümchen in der Mitte - das sieht immer hübsch aus und jeder findet es schön. Man kann den Kuchen glasieren, davon bin ich allerdings kein Fan.

Dazu empfehle ich steif geschlagene Vanillesahne und frische Beeren.


Ich weiß, er braucht ein bisschen Erfahrung und Zeit - aber das Ergebnis wird euch so dermaßen entschädigen... Er ist der hammer. Wattig, fluffig und einfach nur leicht. Er hat eine einmalige Konsistenz - braucht aber einen organisierten und engagierten Bäcker.

Ich persönlich finde ja, dass solche Foam-Cakes (wie sie genannt werden) die Meisterklasse des Amateur-Backwerks sind und ich brauchte mehrere Versuche, um ihn so hinzubekomen, wie ich das wollte. Also nicht verzagen, wenn der Kuchen beim ersten Mal eine Kaugummiartige Konsistenz hat. Dann sind die Eier einfach zu steif gewesen! Oder das Mehl wurde doch nicht genug gesiebt. Oder beim Mehl-in-die-Eimasse-rühren ist zu viel Luft entwichen... Es kann viel passieren - probiert es trotzdem! Er ist köstlich!


Und was machen mit so viel Eigelb? Wie wäre es denn mit z.B. Lemoncurd? Einfach 4 Eigelb statt 2 ganzen Eiern nehmen.

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