Leftover Porridge Topfbrot

25. Mai 2016


Meine lieben Leser.

Ich habe euch vor gar nicht allzulanger Zeit das Rezept für meinen Porridge für 1 Portion verbloggt (hier). Aber am Wochenende z.B. mache ich gerne auch für meinen Freund ein Schüsselchen mit und manchmal verschätze ich mich, denn ich koche selten mit Waage und schon gar nicht beim Samstags- oder Sonntagsfrühstück. Daher bleibt ab und an mal etwas Porridge übrig und statt ihn wegzuschmeißen, habe ich mir 2 leckere Rezepte mit ihm überlegt. Denn gerade bei diesem Brot hier, kann man den Porrige als Kochstück sehen, was es extra-lange lecker und saftig macht. Außerdem geben die Haferflocken Konsistenz und Aroma - also ein Grund mehr, ab und an mal etwas zu viel Porridge zu kochen.

Achso: Die benötigte Wassermenge hängt auch ein bisschen von eurem Porridge ab. Ich koche meinen meisten etwas fester und mit Milch - deswegen brauche ich mehr Wasser. Ist euer Porridge allerdings eher flüssig, müsst ihr die Wassermenge auf jeden Fall reduzieren. Auch ist es nicht schlimm, wenn ihr ein bisschen Zucker in euerem Porridge habt.




Zutaten (1 Brot):

1/2 Hefewürfel (o. 2 TL Trockenhefe)
250 ml + ca. 150 ml Wasser
300 g Porridge, abgekühlt
1 TL Salz
600 g Weizenmehl Type 550

+ etwas Mehl und ein paar
Haferflocken für obendrauf
Zubereitung:

Zuerst löst ihr die Hefe in 250 ml lauwarmen Wasser auf.
Dann vermengt ihr das Hefewasser und
den Porridge in einer Schüssel.
Gebt das Salz hinzu und lasst alles
zu einer homogenen Masser verkneten.
Jetzt das Mehl mit in die Schüssel sieben und
nach und nach ein bisschen mehr Wasser hinzugeben.
Alles ca. 3 Minuten gut durchkneten und
dann ca. 2 Stunden mit einem leicht feuchten
Tuch abgedeckt gehen lassen.
Danach mit einer Teigkarte in ein gut bemehltes
Garkörbchen schaben und nochmals etwa
30 Minuten gehen lassen.
Derweil den Ofen auf 250 °C vorheizen;
einen Topf mit Deckel (ca. 24 cm Durchmesser 
und mit dicker Außenwand wenn's geht) 
ebenfalls in den Ofen stellen
und dort drinnen ebenfalls auf Temperatur bringen.
     Ist beides vorgeheizt, wird mit äußerster Vorsicht der Topf
aus dem Ofen genommen (OFENHANDSCHUHE!)
und der Teigling in den Topf gekippt.
 Schneidet den Teigling mit einem scharfen Messer
 kreuzweise ein und streut ein paar Haferflocken darüber.
Nun wieder mit dem Deckel bedeckt in den Ofen stellen
und 30 Minuten backen. Nach der 1/2 Stunde den Deckel
abnehmen und Brot weitere 15 Minuten backen.
Samt Topf aus dem Ofen nehmen und
auf ein Auskühlgitter stürzen.
Nun das Brot komplett erkalten lassen
und danach genießen.


Es ist etwas schwierig, mit so einem feuchten Teig umzugehen, aber deswegen benutzen wir ja einen Topf. Der hält den Teig in Form und gibt ihm drumherum eine knusprige Kruste. Ich liebe diese einfache Art des Brotbackens und ich hoffe, ihr findet auch Gefallen daran. 


Auf dieses Brot esse ich gern einfach Hüttenkäse, ein bisschen Avocado und kräftig Salz und Pfeffer. 
Denn dieses Brot ist sehr mild und lebt von einem leckeren Belag. Getoasted schmeckt dieses Brot auch nach 2 oder 3 Tagen noch ofenfrisch. Einfach nur lecker!



Magic Cake – Zauberkuchen – Magic Custard Cake

18. Mai 2016

Meine lieben Leser.

Ja, Ja, Ja. Ich weiß. Dieser Trend ist schon wieder Jaaaaaahre her, aber bei mir meldete sich erst letztens die Neugier auf diesen Kuchen und ich probierte den Zauberkuchen aus. Es ist wirklich witzig, nur einen Teig zubereiten zu müssen und dann hinterher einen Kuchen mit drei unterschiedlichen Schichten zu bekommen. Ohne Mehraufwand. Es geht schnell, benötigt eigentlich nur Zutaten, die man sowieso schon daheim hat und so will ich euch das Rezept natürlich nicht vorenthalten. Und vielleicht gibt's ja doch noch den ein oder anderen unter euch, der den Kuchen noch nicht kennt...

Zutaten:

4 Eier, getrennt
1 Prise Salz
100 g Zucker
1 EL heißes Wasser
125 g Butter, zerlassen
500 ml Milch
1 TL Vanille
110 g Mehl

Zubereitung:

Den Ofen auf 160 °C vorheizen.
Zuerst musst du die Eier trennen und das Eiweiß
mit 1 Prise Salz steif aufschlagen.
Danach die Eigelbe mit dem Zucker schaumig schlagen.

Kleiner Tipp am Rande:
Gib hier gleich 1 EL heißes Wasser
 hinzu und die Eigelbmasse wird besser gelingen.

Ist die Eigelbmasse schaumig und ist heller geworden,
kommt die geschmolzene (aber nicht mehr heiße!)
Butter hinzu.  Alles gut vermengen und nun die Milch
und die Vanille hinzugeben. Danach das Mehl unterrühren.
Ja – der Teig muss so dünnflüssig sein. Vertraue mir.
Nun als letztes das steifgeschlagene Eiweiß unterheben und
vermengen und die Masse in eine dichte (!),
gebutterte 26er Springform füllen.
                Du kannst diesen Kuchen auch in einer anderen Form backen,
sieh nur zu, dass die ungefähr die gleiche Größe hat.
 Backe diesen Kuchen nun 50 Minuten und
 lass ihn danach abkühlen. Du kannst ihn nun schon essen,
aber gekühlt (ca. 2 Stunden ab damit in den Kühlschrank)
schmeckt er noch besser. Bestäube ihn mit etwas Puderzucker
und lass es dir schmecken!


Könnt ihr die Schichten erkennen? Oben habt ihr eine leckere Biskuit-Schicht. Die ist locker und fluffig. Danach kommt eine leckere Schicht mit einer Art Pudding (im englischen Custard) und unten ist eine Art Boden aus festem Pudding. Diese letzte Schicht finde ich persönlich nicht sooo toll, aber alles in allem ist es ein deliziöser Kuchen. Er schmeckt nach irgendwas aus meiner Kindheit. Ich kann allerdings nicht genau sagen nach was. Vielleicht einfach allgemein nach Kindheit. ;-)


Habt ihr ihn schonmal gebacken oder bisher gar nicht gekannt?


Über-den-Wolken-Schokoladentorte & Frl. Klein's neues Buch

11. Mai 2016


Meine lieben Leser.

Meine wunderbare Bloggerkollegin Yvonne Bauer alias Frl. Klein hat’s mal wieder getan: Sie hat ihr drittes Buch veröffentlich und auch das musste ich mir natürlich gleich ansehen. Allerdings ist es nicht so ganz mein Thema eigentlich, denn es heißt: Fräulein Klein feiert mit Kindern. Nun habe ich selbst keine Kinder und denke auch nicht, dass sich das in den nächsten Jahren so schnell ändert – aber ich bin eine PANK (Professional Aunt, no Kids) von einem kleinen niedlichen Wildfang und einem zuckersüßen Prinzesschen. Bei beiden bin ich für die Geburtstagstorten zuständig – ist wohl so als Foodblogger-(Paten-)Tante - und das macht mir auch gar nichts aus. Denn als ich Yvonne’s Buch durchblätterte und leider keinen Dino finden konnte (steht gerade bei meinem Neffen sowas von hoch im Kurs), nahm ich einfach das, was genau danach kommt: Alles mit einem Motor. Ich sah diese wunderhübsche Flugzeugtorte mit Wattewölkchen und wusste: „Das wird Henry’s Torte zum 3. Geburtstag“. Nach einem Probebacken war klar, dass das auch kulinarisch eine hervorragende Idee war. Also nun für euch das Rezept und eine klare Empfehlung, mal einen Blick ins Buch zu werfen.
Achso: Im Buch wird ein Waffelflugzeug auf die Torte gesetzt; ich habe allerdings ein Spielzeugflugzeug genommen.



Zutaten:
Wölkchen:

80 g Eiweiß
160 feinsten Zucker

Teig 2 runde Backformen 
15 – 18 cm:

170 g Butter
180 g Zucker
4 Eier (Größe L)
5 g Vanille
250 g Mehl
1 TL Backpulver
30 g ungesüßtes Kakaopulver
170 ml Buttermilch


Frosting:

350 g Doppelrahmfrischkäse
50 g Puderzucker
300 g Sahne
etwas Vanille
1 EL Zucker
blaue Lebensmittelgelfarbe

außerdem:

1 Spielzeugflugzeug
Zubereitung:

Zuerst bereitet ihr die Baiserwölkchen vor,
das kann auch schon einige Tage vorher passieren.
Die halten sich. Also den Ofen auf 100 °C vorheizen,
 ein Backblech mit Backpapier belegen.
Eiweiß steig schlagen, aber nicht überschlagen.
Den Zucker esslöffelweise hinzugeben und so
lange weiterschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
Eiweißmasse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle geben
und Tupfen in Wolkenform auf das Backpapier spritzen.
Im Backofen ca. 30 Minuten backen bzw. eher trocknen.
 Die Baiserwölkchen sind fertig,
wenn sie sich leicht vom Backpapier lösen und nicht
mehr daran festkleben oder brechen.
 Komplett auskühlen lassen und in einem
luftdichten Behälter aufbewahren.
Dicke Wolken eventuell länger im Ofen trocknen.

           Wenn das gemacht ist, kommen wir zum eigentlichen Kuchen.
Der ist für eine hohe kleine Backform gemacht – der
Kuchen wird also nicht zu mächtig
 für die kleinen Schleckermäuler.

Dafür den Backofen auf 180 °C vorheizen.
 Zwei runde gleichgroße Backformen am Boden
 mit Backpapier auslegen und die Seiten einfetten.
Butter mit dem Zucker schaumig rühren,
die Eier nach und nach hinzugeben und die
 Vanille hinzufügen und weiterrühren.
 Mehl mit Backpulver und Kakao mischen
 und untermengen; Buttermilch hinzufügen
und alles glatt verrühren.

Den Teig gleichmäßig auf beide Backformen aufteilen
und ca. 30 – 35 Minuten backen.
Mit einem Holzstäbchen testen, ob der Teig durchgegart ist.
Kuchen aus dem Backofen holen und in der Form
ca. 10 Minuten ruhen lassen.
 Auf einen Kuchenrost stürzen und
 komplett abkühlen lassen.
In Frischhaltefolie wickeln und bis
zur weiteren Verwendung beiseite stellen.

Nun das Topping herstellen: Dafür die Sahne steif schlagen,
den Frischkäse und den Puderzucker cremig rühren,
die Sahne unter den Frischkäse rühren
und alles mit blauer Lebensmittelgelfarbe hellblau einfärben.

Und schon kann die Torte zusammengesetzt werden. Dafür das Topping auf den ersten Boden verteilen und mit dem zweiten Boden belegen. Restliche Creme auf und um die Torte verteilen und glatt streichen. Bis zum Servieren kühl stellen.

Kurz vor dem Servieren wird die Torte noch mit den Baiserwölkchen garniert und schon ist sie bereit für das kleine Geburtstagskind.  


Noch kurz ein paar Worte zum Buch selbst:

Die Rezepte sind sehr Basic – kann ich nachvollziehen. Viele Kinder essen viele Dinge nicht, das sehe ich auch bei meinem Neffen. Ich kann nicht beurteilen, ob die Rezepte bei einer Kinderparty gut ankommen würden, schließlich gebe ich keine. Das Buch ansich und die Bilder darin sind sehr schön gemacht.

Was ich nicht ganz so schön finde ist, dass die Grundrezepte hinten im Buch alle zusammengeschrieben sind. Bei der Aufteilung hat sie sich bestimmt was gedacht, aber ich fänd es eigentlich schöner, wenn zu den Ideen auch gleich die ganzen Rezepte stehen würden. Klar, es würde sich einiges wiederholen, aber so muss man ständig blättern und das finde ich als Benutzer etwas nervig. Ich bin eher der 1-Seite-1-Rezept-keine-Blätterei-Typ.

Es gibt einige sehr hübsche Printables und es sind folgende Themen vertreten:

Mädchen: Paris, Fairy, Alice im Wunderland, Schwanensee, Sleeping Beauty.
Jungen: Up in the Air, Indianerparty, Schiff Ahoi, Fly with my to the Moon, Fußball und für beide Geschlechter: Zirkus, Wilde Tiere, Freche Früchte, Fiesta Mexicana, Bayern Party, Winterwunderland.
Außerdem gibt es noch ein paar Ideen für verschiedene Anlässe wie Ostern, Herbstpicknick, Halloween, Weihnachten und viele Grundrezepte.

Es ist eine große Auswahl an Themen, die vielleicht noch nicht jeder schon dutzende Male gefeiert hat – aber leider vermisse ich die Dino Party. Die hätte mich zur Super-Tante erhoben. ;-)


Im Ergebnis ist dieses Buch ein Must-Have für alle Vollblutmamas, die wieder Schwung in den Kindergeburtstag bringen wollen und es leid sind, immer nur Schmetterlingscupcakes oder Frozen-Torten zu backen. Ich werde bestimmt in den nächsten Jahren noch einige Ideen für Henrys und Maries Geburtstags abkupfern, denn man merkt, mit wie viel Liebe und Sorgfalt dieses Buch geschrieben wurde. Glückwunsch Yvonne, ein sehr schönes Buch. 


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