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Schlesisches Schüttelstroh

23. Juni 2018


Meine lieben Leser. 

Als vorletztes Rezept meiner schlesischen Woche gibt es heute ein Gericht, über das ich eigentlich überhaupt nicht viel weiß. Als ich meine Rezeptbilder auf meinem Instagram-Account teilte, fand ich unter der Bezeichnung #SchlesischesGericht noch ein weiteres Bild einer anderen Nutzerin. Die hatte Schüttelstroh gekocht und anscheinend kommt dieses Gericht auch aus Schlesien.


Nun, die Informationslage ist mehr als dürftig über dieses Gericht, aber ich fand heraus, dass es in Berlin eine Lokalität gibt, die Schüttelstroh mit Speckstippe serviert. Was ich herausfinden konnte war, dass Schüttelstroh eigentlich nur mit Kartoffelbrei vermischtes Sauerkraut ist, welches mit gebratenen Zwiebeln (und eigentlich Speck) serviert wird. Ein perfektes Gericht für eine Generation, die lieber Kartoffeln als Nudeln isst.


Leider ist es auch wieder ein Gericht, welches nicht unbedingt hübsch und einfach zu fotografieren ist. Aber wie alle arme Leute Essen von damals ist es schnell gemacht, günstig und braucht nur wenige Zutaten, die man eigentlich immer daheim hat. Ich habe den Speck natürlich weggelassen und für manche ist es nur eine Beilage, aber ich mag es so, wie es eigentlich ist: Eine günstige und dennoch relativ gesunde Hauptspeise. Lassen wir jetzt mal die Butter am Püree außen vor... Aber wer früher auf dem Feld arbeitete, brauchte auch Kalorien. Und Fleisch war Mangelware. 


Also hier die Rezeptkarte für meine Version des schlesischen Schüttelstrohs:


Ich liebe rohes Sauerkraut - wer das aber nicht so verträgt, der kann das Sauerkraut statt es nur zu erwärmen, auch ordentlich anbraten. Das schmeckt super und bringt noch mehr Aroma an das Gericht.


Den Kartoffelbrei kann man natürlich auch mit einem Kartoffelstampfer herstellen - allerdings finde ich es feiner, wenn man es durch eine Kartoffelpresse gibt. Ist einfach eine Geschmacksfrage.


Und, kennt ihr Schüttelstroh und habt ihr Lust, es nachzukochen?

Plätzchenzeit: Anisplätzchen (die auch deckeln!)

1. Dezember 2012


Meine lieben Leser.

Hach...Es ist Weihnachtszeit... Oder naja, vermutlich wirst du, lieber Leser, dieses Rezept eher in der Vorweihnachtszeit gegoogelt haben - in der Hoffnung nach genau dem Anisplätzchen, welches Oma früher immer gebacken hat. Und ich darf dich zu deiner guten Eingebung, hier auf meinen Blog zu klicken, beglückwünschen. Denn diese Plätzchen hier, sind genau die, die du gesucht hast. 


Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt weiß, dass meine Oma mütterlicherseits aus Ostpreußen stammt und genau diese liebe Oma Helene, hat früher, als meine Mutter noch ein Kind war, immer diese Plätzchen hier gebacken. Sie hat sie aufgespritzt und dann über Nacht auf dem Küchenschrank stehen gelassen - damit keine kleinen Kinderhände darin rumpatschen konnten. Schlaue Frau, was? Und deswegen war es mir auch ein Anliegen, dieses Plätzchenrezept als erstes von allen auf meinem Blog zu überarbeiten. Denn es war auch eines der ersten Plätzchen hier und wird von mir jedes Jahr gebacken.


Um es euch so angenehm wie möglich zu machen, könnt ihr auch bei diesem Rezept die Rezeptkarte schnell und einfach herunterladen mit einem Rechtsklick und "Grafik speichern unter..."


Sie sind einfach und auch schnell gemacht - ein echter Klassiker.
 Es sind sog. "Deckelplätzchen", die eine Haut bilden müssen, bevor sie gebacken werden, damit sie ein "Füßchen" bekommen... Ja, ich weiß. Hört sich putzig an und sehen fast aus wie Macarons, aber schmecken sehr viel besser.


Und weil dieses Rezept natürlich nostalgischen Wert hat und ich immer gerne sehe, wie sehr ich mich seit meinen Bloganfängen weiterentwickelt habe, gibt es hier noch ein altes Bild aus 2012:


Viel Spaß beim Nachbacken!


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