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Vom Foodblog zum Kochbuch - Teil VI.

3. Februar 2016


Meine lieben Leser.

Heute, im 6. Teil meines 
Tagebuchs wird's ernst. 
Wohoo - jetzt weiß es die ganze Welt.                          

Viel Spaß beim Lesen!

12.11.2015: Noch 88 Tage.

Huch, ich habe gerade gesehen, dass ich noch gar nicht geschrieben habe, dass das Cover feststeht. Am 30.10.2015 bekam ich eine Mail mit dem fertigen Cover. Es wurde etwas einfacher gestaltet und das „Veggie.“ wurde in einer anderen Schriftart gemacht und hervorgehoben. Mir gefällt es sehr gut – ich bin gespannt, wie es dann gedruckt aussieht. Ich schon wirklich gespannt…


19.11.2015 (noch 81 Tage): Jetzt weiß es die ganze Welt.

Huhu. Ich bin‘s. Die, die dich auf Instagram, Facebook und ihrem Blog mit dem Cover zugespammt hat. Nein, aber mal ehrlich. Gestern habe ich gesehen, dass die Vorschau für die Bücher für’s Frühjahr 2016 online ist auf der Verlagsseite und gestern bekam ich auch eine Mail von Buchcontact – das sind die, die neue Bücher vorstellen und Rezensionsexemplare rausschicken. Ich kann euch gar nicht sagen, was das für ein komisches Gefühl ist, wenn du dich da auf einmal selber siehst. In einer Mail. Von wildfremden Menschen. Und die haben was über dich und dein Werk geschrieben und dich beschrieben. Wirklich, wirklich strange. Aber natürlich auch ein derart erhebendes Gefühl! Ich war noch nie so stolz auf mich selbst. Ich habe das geschafft. Alleine. Ohne Hilfe. Ich hatte den Mut und habe den ersten Schritt getan und es hat sich als richtig herausgestellt. Ich kann mir – ganz ohne eingebildet klingen zu wollen – heute durchaus mal selber auf die Schulter klopfen. Und das mache ich auch mal.

Jetzt kann ich in meinem Instagram-Profil auch den Punkt „Cookbook Author“ hinzufügen. Da freue ich mich insgeheim schon seit dem Beginn meines Projekts drauf. Ja, es sind die kleinen Dinge. :-D

Heute erzähle ich es auch meinen Kollegen – jedenfalls einem Teil von ihnen. Denn nun ist es ja sowieso im Internet veröffentlich und da wird’s hier in der Behörde bestimmt schnell die Runde machen. So ist das ja immer. ;-)

Wow. Das ist heute echt wieder so ein Tag von dem ich mir nie hätte träumen lassen, dass ich ihn mal erlebe.


20.11.2015 (noch 80 Tage): Wenn man sein eigenes Gesicht auf Amazon sieht…

Ich dachte schon, gestern sei ein aufregender Tag gewesen. Aber irgendwie übertrifft das, was ich gerade gesehen habe, das noch bei weitem. Ich habe gestern Nachmittag von meiner Lektorin den Umschlag (d. h. Cover, Rücken und Hinterseite des Buchs) zugeschickt bekommen. Sieht wirklich toll aus! Ich bin so glücklich! Hinten sind auch drei Beispielbilder drauf – Taccoschalen, Erdbeersalat mit Ofenspargel und die Blaubeer-Vanille-Törtchen. Ich habe gefragt, ob wir eventuell noch die Taccoschalen mit dem Kimchi-Bild tauschen können, weil das immer noch mein absolutes Lieblingsbild aus dem ganzen Buch ist. Mal sehen was sie sagt, große Hoffnungen mache ich mir nicht – ist ja auch, wenn man es mal realistisch betrachtet- total egal. :-D Nunja, um aber wieder zum Thema zu kommen: Ich habe die ISBN auf dem Umschlag entdeckt beim genaueren Hinsehen und habe diese natürlich gleich mal bei Amazon eingegeben um zu sehen, ob dabei was herauskommt. Und tatsächlich! Meine Visage lächelte mir sofort entgegen! Was für ein Gefühl, wenn man sein eigenes Gesicht bei Amazon sieht. Wooohoo. Übel. Irgendwie. :-D Ich kann‘s gar nicht beschreiben. Jetzt wird’s ernst.

Nunja – aber mal ganz davon abgesehen, dass ich nun bei Amazon zu finden bin (Irgendwie wirklich ein großes Ding für mich. Wieso bloß?) – es ist Plätzchenbackzeit und meine Mum und ich haben gestern 2 Sorten gemacht (Schokocrossies und Lebkuchen-Krokant-Thins) und 5 Teige zubereitet, die über Nacht in den Kühlschrank müssen. Also wird heute Abend Pizza bestellt und durchgemacht, bis alle Plätzchen gebacken sind. Insgesamt wollen wir 15 Sorten backen – 7 hätten wir dann schonmal. Sonntag kommt dann der Rest dran und dann sind wir pünktlich zum 1. Advent fertig und bereit für die plätzchenfressende Meute (aka Family und Arbeitskollegen). Das wäre doch auch mal was: Ein Buch über Plätzchen. Gibt ja auch so wenige bisher. :-D

Nachtrag 20.11.2015:

Wooohooo. Das Kimchibild kommt noch hinten drauf und dann ist mein Buch druckfertig! Ich könnte gerade im Kreis springen vor Freude (mach ich mit lauter Juristen um mich herum lieber nicht, sonst denken meine Kollegen noch, ich sei verrückt geworden. :-D).


24.11.2015 (noch 76 Tage): Vorschau!

Am Freitagabend bekam ich noch die Vorschau zugestellt – das ist wie ein Minikatalog vom Verlag um den Buchhändlern etc. das Verlagsprogramm im Frühjahr näher zu bringen. Und ich habe 2 Doppelseiten! Es sieht einfach nur cool aus. Meine Lektorin meinte, dass das Buch nun druckfertig ist und wir jetzt eigentlich nur noch auf den 08.02.2016 warten. Im Januar machen sich wohl die Vertreter des Verlags auf und preisen die Neuerscheinungen an – bei Buchhändlern, Klosterläden, Geschenkläden, etc. Halt überall dort, wo man das Buch nachher dann kaufen kann. Jetzt heißt es Daumen drücken für gute Vorbestellungszahlen. Die meisten „Vormerker“ kommen aus dem Buchhandel – klar. Die nehmen auch größere Stückzahlen ab.
Irgendwie war mir nicht so wirklich bewusst, dass es auch bei Verlagen Vertreter gibt und das nicht alles übers Internet läuft. Euch?

Vom Foodblog zum Kochbuch - Teil III.

6. Januar 2016

Meine lieben Leser.
Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch allen.           
Auf das alle eure Träume und Wünsche in
Erfüllung gehen und es EUER Jahr wird.
Heute kommt der dritte Teil meines
Tagesbuchs online.                         

Viel Spaß beim Lesen!


06.07.2015: Chaos, Freude & Verderben.

Meine Güte. Es ist nun schon über einen Monat her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Und es ist so dermaßen viel passiert. Ich war in Irland und habe dort eine Rundreise gemacht, währenddessen wurde meine Nichte Marie geboren, mein Schwiegervater in spe hatte einen sehr schlimmen Herzinfarkt und befindet sich gerade in Reha, das Haus in dem unsere Wohnung ist, wurde verkauft und wir haben einen neuen Vermieter, und und und. Ich versuche meinen Blog am Laufen zu halten, gehe 9 Stunden täglich arbeiten, mache meinen Haushalt und muss irgendwie auch noch das Kochen/Backen und Fotografieren fürs Buch dazwischen quetschen. Meine Freunde will ich auch noch ab und an sehen und meine Family soll auch nicht zu kurz kommen. Es stehen nun bald mehrere Geburtstage an, es ist so heiß wie seit vielen Jahren nicht und meine Kapitelbilder haben meiner Lektorin nicht gefallen. Ich muss nun umdenken, neue Ideen sammeln und meine alten über den Haufen werfen. Es sind noch ca. 6 Wochen bis zu meiner Deadline und ich muss noch einige Fotos schießen, weil mir die bisherigen nicht gefallen oder nicht gut genug sind. Außerdem stehen die Kapitelbilder immer noch nicht und ich muss auf eine Rückmeldung meiner Lektorin warten, wie sie meine neue Idee findet. Sie ist „jünger, frischer und lebensfroher“… Nunja. Abwarten und Tee trinken.

21.07.2015: Zweifel über Zweifel.

Hachja. Es sind noch 25 Tage bis zu meinem Abgabetermin und langsam aber sicher geht mir die Flatter. Ich bekomme Angst, dass das, was ich bisher gemacht habe, nicht ausreicht.
Ich habe nun fast alle Bilder fertig. Die Texte stehen schon länger, an denen feile ich nur noch ein bisschen und die Kapitelbilder muss ich noch machen. Achja, und ich muss auch noch fotografiert werden… Ich habe viele Rezepte nun schon 3 Mal fotografiert und der Unterschied ist enorm. In meinem Arbeitszimmer sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Dieses „kreative Chaos“ ist furchtbar untypisch für mich, aber daran kann man sehen, wie sehr ich unter Stress stehe. Arbeit, Familie, Buch. Und es ist auch noch Sommer. Ich würde sooo gern einfach mal einen Nachmittag gar nichts machen – einfach von der Arbeit heimkommen und in die Hängematte legen. Es ist wirklich hart, wenn alle anderen draußen sind und man selbst nicht oder nur kurz. Mir schwirrt der Kopf vor lauter „das musst du noch machen und das auch noch“. Ich bin froh, wenn ich den Kram abgegeben habe und ich die Verantwortung in andere Hände geben kann. Es ist mein Traum, natürlich, aber ich habe selten für irgendwas so hart gearbeitet. Es soll nunmal auch perfekt werden – und dafür muss ich eben Zeit, Geld und Nerven opfern. Noch 25 Tage.

13.08.2015: DEADLINE.

Morgen wäre meine Deadline – ich habe den Brief mit dem Stick bereits am 11.08. weggeschickt. Per Einschreiben, damit er auch wirklich ankommt. Meine Lektorin und ich haben uns für diese Variante entschieden, da es ja doch große Datenmengen sind (große Bilder mit hoher Auflösung etc.), die da verschoben werden müssen. Da erschien mir der Stick die beste Lösung.

Ich bin froh,  dass es „vorbei“ ist. Dass ich alles rechtzeitig geschafft habe und meine Planung und Organisation so gut funktioniert hat. Ich warte nun noch auf eine erste Rückmeldung meiner Lektorin, ob alles gut ist, alles auf dem Stick aufrufbar ist etc. Hoffentlich kommt sie mit meiner Ordnung klar und hoffentlich habe ich alles verständlich beschriftet und nichts vergessen. Befreit fühle ich mich noch nicht, denn es ist momentan einfach zu viel los. Mein Freund und ich haben heute 6-jähriges Jubiläum (wie könnte man das besser feiern als mit der 6. Blutspende und einer DKMS-Typisierung?) und gestern hatte meine Mutter Geburtstag. Wir haben Kuchen gegessen und abends einen italienischen Abend veranstaltet. Jeder von uns (also meine Mutter, meine Schwester und ich) haben jeweils 3 oder mehr Gerichte gekocht ohne uns abzusprechen. Es war ein Risiko, aber wir haben das super gemeistert und nichts doppelt gekocht. Ich muss sagen, dass hat wirklich Spaß gemacht. Auch wenn es natürlich viel zu viel Essen war…

Meine Hoffnung ist, dass ich nun ein bisschen zur Ruhe komme und dieses halbe Jahr intensive Arbeit sich auszahlt. Es war wirklich stressig und nervenaufreibend und ich freue mich schon auf meinen Erholungsurlaub mit meinem Freund auf Gran Canaria im September. Und ich möchte es euch allen endlich erzählen können! So gerne würde ich es einfach ins Netz hinausposaunen und wenn ich sehe, dass andere Blogger (zumeist amerikanische) ihre Leser teilhaben lassen können am Entstehungsprozess, finde ich das toll. Aber mein Buch soll ein kleines Geheimnis bleiben – jedenfalls zwischen mir und der digitalen Welt. In der analogen Welt brauchte ich Unterstützung und der Kreis um mich herum weiß es natürlich. Es gab gemischte Reaktionen, das muss ich zugeben. Die meisten freuen sich wirklich für mich. Ein Kumpel hat schon versprochen mindestens 10 Stück zu kaufen und dann zu verschenken. Aber es gibt auch Menschen – gut, denen stehe ich gelinde gesagt auch nicht so nahe – die es einfach ignorieren und beim Gespräch nicht beachten oder blöd reagieren. Solche Leute gibt’s immer und ich achte nicht wirklich auf sie. Ich glaube an mein Buch und das es toll wird.
Ich denke, ich werde aufatmen können, wenn meine Lektorin mir ihre Rückmeldung gegeben hat. Der nächste Schritt ist nun ihr Korrekturlesen und Lektorieren. Dann werden – soweit ich weiß – die Bilder etc. an die Grafikabteilung weitergegeben und die basteln dann das Layout und das Cover etc. Ich hoffe, ich komme nicht aufs Cover. Irgendwie. Nunja, vielleicht sieht es ja auch gut aus, aber ich weiß nicht genau, wie ich das finden soll. Natürlich verkauft sich ein Buch mit persönlichem Bezug wahrscheinlich besser. Aber eigentlich mag ich Kochbücher mit etwas leckerem auf dem Titel lieber. Ich lasse mich einfach mal überraschen.

Apropo Fotos. Es müssen ja auch ein paar Fotos von mir ins Buch – zumindest bei der Einleitung/dem Vorwort. Eigentlich  hatte ich mich mit einem Bekannten der Hobbyfotograf ist verabredet zum Fotos machen, denn der hatte damals schon das Foto für die Über mich-Seite aufm Blog gemacht. Dann kamen aber Urlaub und bei ihm andere, für ihn wichtigere, Termine hinzu und meine Deadline kam immer näher. Gott sei Dank sprang mein Freund ein und machte die Fotos von mir. Es ist wirklich ungewohnt für mich, so vor der Kamera im Mittelpunkt zu stehen. Früher habe ich das mit einer Freundin sehr oft gemacht – in den Teenagerjahren macht das glaube ich jeder. Aber mittlerweile stehe ich wesentlich lieber hinter der Kamera. Die Mutter meines Freundes kam dann auch abends noch kurz vorbei und machte ein paar Fotos von mir und meiner Kamera – schließlich ist meine geliebte Nikon D3100 meine wichtigste Begleiterin auf meinem Weg zur Kochbuchautorin.

Im Leben muss man manchmal improvisieren und umplanen und genauso war das bei diesem Kochbuch. Einige Rezepte habe ich mir noch kurz vor Schluss überlegt und andere standen von Anfang an fest. Manche Rezepte habe ich 3 Mal fotografiert bis ich zufrieden war mit den Fotos und manche musste ich nur einmal shooten. Jetzt heißt es nur noch Abwarten und Tee trinken – denn nun müssen andere ran.

Edit (ein paar Stunden später): Juhu! Sie gefallen ihr. Und sind schon auf dem Weg zum Grafiker. Wow. Das ging fix. Nun stehen also bald die ersten Covervorschläge an. Und meine Lektorin wird heute noch mit dem Lesen meiner Texte beginnen. Dann wird sie Änderungs- und Ergänzungsvorschläge machen und eventuelle Fragen stellen etc. Nächste Woche bekomme ich den Text dann zurück und muss mal sehen was ich draus mache. Ich bin sehr gespannt. Da ich ja immer so frei von der Leber weg schreibe, wird’s bestimmt einiges sein… Aber mir fällt schonmal ein Stein vom Herzen, dass ihr die Bilder gefallen. Ich habe seit meinen ersten Shoots wirklich einen Zahn zugelegt und viel gelernt und mich angestrengt. Der Spruch „Man wächst mit seinen Aufgaben“ könnte wahrhaftiger gar nicht sein.

Teil I, Teil II, Teil III, Teil IV, Teil V, Teil VI, Teil VII.

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