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Toilettenpapiertorte / Klopapierkuchen / Klopapiertörtchen

4. April 2020


Meine lieben Leser.

Also seit ich Neffen und Nichten habe, bin ich was Motto- oder Motivtorten angeht wirklich offen geworden. Ich habe schon Einhörner gemacht, Dinos, Barbie-Torten, Töröö-Torten.... Ich kann mich wirklich mit allem anfreunden. Aber niemals - N I E M A L S - hätte ich gedacht, dass ich mal einen Toilettenpapierkuchen machen würde. Niemals. Wirklich.


...Aber nachdem es in den Nachrichten kein anderes Thema mehr gibt als das Corona-Virus und auch unser aller Alltagsleben massiv eingeschränkt ist dachte ich, es wird Zeit für diese Zeit in meinem Leben mal eine Erinnerung zu schaffen. Als ich die erste Woche einkaufen war und das Toilettenpapier und die Nudeln ausverkauft waren, dachte ich noch, dass das eine einmalige Sache ist und wir demnächst alle wieder ganz normal sind und keiner mehr Hamsterkäufe macht. Aber Pustekuchen. Seit Wochen gibt es kein Toilettenpapier mehr in den Super- und Drogeriemärkten, so gut wie keine Nudeln und Konserven sind teilweise auch wirklich rar. Aber immerhin hat man in kleineren Supermärkten mittlerweile wieder Glück und bekommt ein paar Packungen Mehl... Und geht es nur mir so, oder wird die Atmosphäre in Supermärkten immer agressiver?


Versteht mich nicht falsch - ich bin wirklich für Vorratshaltung. Aber Hamsterkäufe sind sowas von unangebracht! Keiner sagt etwas, wenn man seinen Wocheneinkauf macht und so viel da hat, dass man auch zwischendurch mal einen Kuchen backen kann. Ich habe auch immer Lebensmittel daheim. Aber anderen das Toilettenpapier wegzukaufen ist egoistisch, unangebracht und einfach nur blöd. Denn was auch ist, die Supermärkte bleiben offen! Und wenn nicht, gibt es online mehrere Supermärkte, die auch liefern. Nur mal so nebenbei. Aber ok, genug gemeckert. Hier zeige ich euch, wie ihr ein bisschen humorvoll mit der Corona-Krise umgehen und eure Zeit daheim für etwas leckeres nutzen könnt.


Und damit ihr neben den Zubereitungsschritten auch noch wisst, was ihr an Zutaten ham... äh, haben müsst, hier die Rezeptkarten zum Herunterladen:



Meinen Marmorkuchen backe ich normalerweise in einer Gugelhupfform, aber auch als Blechkuchen ist er wirklich lecker und saftig. 


Ich bin nicht wirklich ein Fondant-Künstler, aber ich denke, man sieht, was es sein soll, oder?


Fondant findet ihr mittlerweile in fast allen Supermärkten bei den Backzutaten. Und ja, gibt's auch momentan - Steht anscheinend auf keiner Hamster-Liste. Wer will, kann auch statt der Ganach obendrauf ein bisschen restlichen Fondant schwarz einfärben und ausstechen. Liegt ganz an euch. 


Bewahrt die Törtchen am Besten bei Raumtemperatur in einer Kuchenglocke auf. Im Kühlschrank ist die Feuchtigkeit zu hoch und der Fondant wird schnell weich. Der Kuchen hält sich unter dieser Glocke ca. 2 Tage. Aber da jedes Törtchen nur ca. 4 Stücke enthält, wird es nicht lange dauern, bis es vertilgt ist.


Ich hoffe, ihr bleibt alle gesund und jedem der das hier liest wünsche ich, dass er durch diese Krise finanziell und menschlich ohne Verluste durchkommt. Wir sitzen alle im selben Boot und das wird schon. Positiv denken, Tee trinken und Kuchen essen. Daheim, natürlich.

Über Motivtorten, Talente und warum ich einen Cookie immer vorziehen würde

24. November 2013

Meine lieben Leser.

Ich habe euch gestern die Motivtorte für meinen Vater gezeigt. Meine Schwester und ich haben uns dafür 5 Stunden lang in der Küche verschanzt und haben daran rumgewerkelt und getüftelt. Ich selbst habe… ich sage mal… grobe Kenntnisse was Motivtorten angeht (ich habe ja z.B. hierschonmal eine Popcorn-Torte für meine Schwester gebacken) und habe auch durchaus das Selbstbewusstsein mir sowas zuzutrauen. Als meine Schwester dann im Internet ein hübsches Foto von einer thematisch passenden Torte fand, war für uns klar, dass wir genau die für diesen besonderen Anlass machen wollten.

Los ging’s mit den Vorbereitungen etc. und als wir dann nach 5 Stunden endlich fertig waren und die Torte kaltstellen wollten, passierte fast noch ein Unglück. Meine Schwester stolperte auf einer Treppe und ich sah die Torte schon komplett zermatscht auf dem Boden liegen. Sie  hat sich zwar etwas das Knie angeschlagen, konnte die Torte aber abfangen und elfengleich auf einer Stufe abstellen. Ich hasse solche Schrecksekunden und daher ist allein schon der Transport solcher Torten für mich ein Graus. Ein Fan davon werde ich also wahrscheinlich niemals.

Aber um mal auf den Punkt zu kommen: Bei Facebook teile ich steht’s nur die Dinge, die ich auch selbstgemacht und selbstfotografiert habe – daher ist es ausgeschlossen, dass ich Torten anderer Leute posten würde. Leider scheinen mir manche das Herstellen solcher Torten aber irgendwie nicht zuzutrauen und so reagierte ich etwas katzig. War mir aber ziemlich egal, wenn ich ehrlich bin.

Meiner Ansicht nach sind Motivtorten nicht schwer herzustellen. Ein bisschen Rührteig anrühren, ein bisschen Buttercreme herstellen, fertig gekauften Fondant ausrollen und formen. Nein, schwer ist das wirklich nicht. Es ist aufwändig und erfordert Geduld – klar. Aber Backkunst ist wirklich etwas anderes. Naja gut, man sollte den Rührteig vielleicht nicht verbrennen lassen, aber das hat überhaupt nichts mit Talent zu tun – sondern eher mit Rezepte lesen und befolgen können. Ein kleines bisschen Vorstellungskraft sollte man besitzen – aber ich denke auch das kann jeder noch gerade so irgendwo ausgraben.

Mittlerweile kann man sich ja auch vor Motivtorten nicht mehr retten – irgendwie ist das zum Trend geworden. Ich sehe täglich auf Blogs und auch in den Facebookgruppen zum Thema Kochen und Backen die tollsten Torten mit Caketoppern oben drauf, von denen ich nur träumen kann. Es gibt da so begabte Menschen, die riesige Schlösser bauen, Schweinetröge auf Torten basteln, ganze Friedhöfe aus Schokokuchen stampfen, und und und. Dafür hätt ich nicht die Zeit, aber ich finde es toll, wenn sich jemand die Zeit nimmt und wirklich beeindruckende Torten zaubert.

Und wenn ich nochmal ehrlich sein darf: Mir schmecken diese Torten nichtmal besonders gut. Süßen Teig, mit süßer Marmelade in der Mitte, einer  Buttercreme und auch noch dem Fondant/Marzipan außenrum. Boah, nee. In den seltensten Fällen habe ich da Lust drauf. Sie mögen schön aussehen, aber ich ziehe ein Stück saftigen Pie oder einen krossen Cookie oder auch ein Stück Käsekuchen jeder Motivtorte vor. Es würde doch auch keiner ein Stück cremigen Zitronenpie oder einen Cupcake mit leckerem Frosting gegen ein Stück Fertig-Marmorkuchen eintauschen. Ich brauche die wirklich nicht allzuoft…

Kurzum, das Leben ist zu kurz um langweiligen Kuchen zu essen – macht was draus!

Beamter geht in den Ruhestand aka Ganove auf Kugel - die Motivtorte für meinen Vater zur Pensionierung

23. November 2013


Meine lieben Leser.

Mein Vater ist seit ziemlich vielen Jahren (ca. 34) im öffentlichen Dienst beschäftigt gewesen und im Oktober diesen Jahres in den Ruhestand eingetreten. Als Neu-Pensionär muss man das aber auch jeden Fall gebührend feiern und so haben wir eine riesen Sause gefeiert. Da er auch noch 60sten Geburtstag hatte, haben einige der Gäste und wir zusammengelegt und ihm einen seiner Träume erfüllt - seeehr gute Karten für ein Formel-1-Rennen am Hockenheimring nächstes Jahr (ich wusste gar nicht wie teuer sowas ist!). Um ihm das aber nicht zu einfach zu machen, haben wir etwas hübsches geschrieben, eine Formel-1-Käppi gekauft und alles in eine große Holzkiste gesteckt. Dadrum kamen einige Meter Eisenketten und jede Menge Vorhängeschlösser. Auf der Feier dann haben einige Gäste Schlüssel von uns bekommen und mein Vater musste mit jedem seiner Gäste mindestens 1 Gespräch führen und fragen, ob derjenige einen Schlüssel hat und ob er irgendwas für den betreffenden Gast tun könnte (z.B. ein Getränk holen). Er war gut beschäftigt und noch bevor er dieses Geschenk endgültig öffnen konnte, bekam er von mir und meiner Schwester die Torte überreicht, für die wir am Tag davor zu zweit 5 Stunden in der Küche gestanden hatten.
 Ich glaube, er hat sich sehr gefreut und er hat sie auch ganz stolz bei allen Answesenden rumgezeigt. 

Nun bin ich nicht der größte Fan von Motivtorten und sie ist auch weiß Gott nicht perfekt geworden, aber vielleicht braucht ja einer von euch nochmal eine Idee (falls ihr mal in der gleichen Situation seid).
Aber lasst sie mich euch erstmal zeigen. ;-)


Zutaten 
(2 x Mal backen):

250 g Margarine
150 g Zucker
1 Tl Vanille
1 P. Salz
4 Eier
300 g Mehl
4 Tl Backpulver
3 El Milch 
+ 1 El Kakao

Außerdem:
250 g Butter 
125 g Puderzucker


Zubereitung:

Erstmal müsst ihr einen einfachen Rührteig zubereiten.
Dafür einfach Butter und Zucker schmauig schlagen,
Eier nacheinander hinzugeben und
nach und nach die anderen Zutaten hinzufügen.
Jetzt diesen Teig in einer Kuppelform (z.B. diese hier)
backen (180°C ca. 50 Minuten).
Nach dem Auskühlen herausholen und
die zweite Ladung Rührteig herstellen.
Jetzt einen El Kakao mit zum Teig geben und abbacken.

Wenn alles ausgekühlt ist, dann die Buttercreme herstellen.
Dafür einfach Butter mit dem Puderzucker schaumig schlagen.
Eine der Kuchenhälften an der flachen Seite
mit einer Marmelade eurer Wahl bestreichen.
Die 2. Hälfte obendraufsetzen und die Kugel
jetzt auf eine Tortenplatte stellen.
Eventuell da, wo sie aufliegt etwas abschneiden,
damit die Kugel auch stehenbleibt.
Jetzt den Kuchen einmal komplett mit der Buttercreme ummanteln.
Danach eine Packung Fondant mit etwas Puderzucker
 als "Anti-Klebe-Mittel" vorsichtig dünn ausrollen.
Seeehr vorsichtig auf den Teigroller aufrollen (nicht zu fest!)
und damit über die Kuchenkugel gehen.
Jetzt den Fondant vorsichtig darüber abrollen
und möglichst faltenfrei glattstreichen
(ist mir auch nicht wirklich so gelungen...).
Den überstehenden Rest des Fondants abschneiden
und eine lange Rolle formen.
Diese Rolle unten um die Torte legen (gibt Stabilität).

Das Männchen ist etwas aufwändig gewesen.
Am Besten seht ihr es warscheinlich auf den Fotos.
Formt mit dem anderen Fondant einfach ein Männchen eurer Wahl.
Die Arme, Beine und der Kopf werden separat geformt und
dann mit Zahnstochern und ein bisschen Feuchtigkeit (Wasser) befestigt.
Das Gesicht und die Schrift auf dem Schild haben
wir mit Lebensmittelfarbe (Paste) gemacht.
Also erst mit einem Zahnstocher die Buchstaben
etwas vorstechen und dann mit Farbe ausfüllen.
So verläuft das Gesicht z.B. nicht.

Die Torte bis zu ihrem großen "Auftritt" jetzt nurnoch kühl lagern.

Und weil wir uns so eine Mühe gegeben haben, kommt jetzt noch eine kleine Bilderflut. ;-)


So. Beim letzten Bild seht ihr auch nochmal das Innenleben. Geschmeckt hat sie tatsächlich auch, wenn auch etwas süß (aber haben das nicht alle Motivtorten ansich?).

Fast wäre diese Torte auch noch den Weg alles Irdischen gegangen... Meine Schwester und ich waren gerade fertig geworden, und hatten die Torte schön auf meiner Tortenplatte arangiert und wollten sie gerade bei meiner Schwester ins Treppenhaus stellen - da stolperte sie und ich sah von hinten wie in Zeitlupe, wie sie fiel. Ich wurde wohl als lauter und rief nur "NEEEEEEEIN!!!!". Nunja. Sie hat sich das Knie und den Ellenbogen angeschlagen, konnte die Torte aber elfengleich abfangen. Gott sei Dank!

Was ich sonst so über Motivtorten denke, bekommt ihr morgen zu lesen. Ich habe mir da nämlich mal ein bisschen was von der Seele geschrieben. ;-)

Das Schwesterchen hatte Geburtstag und da gabs Christina´s 1. Motivtorte.

25. Mai 2013


Meine lieben Leser.

Es kommt eine Zeit im Bloggerleben, da setzt man sich dann auf einmal mit Worten wie Fondant & Motivtorten auseinander und man denkt "Meine Güte, wo nehmen die Menschen nur die ganze Zeit und die Geduld für sowas her?". So gings mir auch und nun bin ich selbst eine, die Motivtorten zusammenschustert... Tja, das ist der Lauf der Dinge, oder? 

Aber kommen wir zur Torte ansich. Mein liebes Schwesterherz hatte im ersten Trimester ihrer Schwangerschaft (die bald schon wieder endet. Kinder, wie die Zeit vergeht...) sehr große Gelüste auf Popcorn. Kaum ging ich ins Kino, bekam ich den Auftrag, welches mitzubringen. Ein Mal vergaß ich es, und habe ihr schnell zu Hause noch welches gemacht...Hachja, was tut man nicht alles. Und so kam die Idee, ihr zum Geburtstag eine Popcorntorte zu backen. Also eher gesagt eine Popcorntüte...Und Popcorn kommt oben raus... Ach, wisst ihr was? Seht es euch einfach an. ;-)

Ersteinmal braucht man eine Popcorntüte, sprich den Kuchen. Dafür habe ich mir einen einfachen Rührkuchenteig mit Kokosmilch ausgesucht, man will es den Geschmacksnerven ja auch nicht zu einfach machen. Dafür braucht ihr:

200 g Margarine
200 g Zucker
1 P. Salz
150 - 200 ml Kokosmilch 
4 Eier
350 g Mehl
150 g Kokosraspeln
1 P. Backpulver

Vermengt alle nach obiger Liste zu einem Teig und backt ihn für 50 Minuten bei 180 °C. Denkt daran, eine ausreichend große Form zu nehmen (und außerdem eine rechteckige).

Erstmal müssen dann die Ränder abgeschnitten werden...
Und dann muss der Rest in Form geschnitten werden. Die Überbleibsel könnt ihr weiterverarbeiten oder einfach essen.
Stellt aus Butter & Puderzucker eine Buttercreme her und sollte sie zu fest werden - etwas heißes Wasser hinzu.
Dünn auf dem Kuchenkorpus verteilen. Hätt ich´s ein bisschen dicker gemacht, wäre die Oberfläche glatter gewesen...
Kommen wir zum Fondant, ich habe diesen hier genommen.
...Mit etwas Puderzucker bewaffnet vorsichtig ausrollen.
Hier sieht man es, leider hat der Kuchen keine glatte Oberfläche... hmpf. Nobody´s perfect.
Nun nur noch vorsichtig die Kanten nachziehen und den überschüssigen Fondant abschneiden.
Jetzt den Kuchen auf eine passende Unterlage legen, rote Streifen schneiden und probehalber darauflegen.
Wenn ihr zufrieden seit, rührt ein bisschen Zuckerguss an (Puderzucker + Wasser)...
...und betupft die Streifen. Jetzt noch aufkleben und etwas andrücken.
Mir gefiehl das unten nicht, daher habe ich noch eine "Querstrebe" darübergeklebt.
Restlichen Fondant zu einem Schildchen verarbeiten und mit schwarzer Zuckerschrift beschriften.
Nur noch ein bisschen Popcorn vorne hinlegen und feritg ist meine 1. Motivtorte!
Ich muss wirklich sagen, ich finde sie richtig hübsch...
Das Popcorn war fertiges aus der Tüte (von Rewe). War ja auch eher zu Dekozwecken. ;-)
Hachja... Bilderflut..
Und auch innen - der Kuchen war saftig & locker. Yummy... :-)

So, das war´s. Habt ihr Tipps und Tricks? Dann immer her damit!

Habt ein schönes Wochenende!


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