Vegetarischen (veganen) Lahmacun selbermachen

1. März 2017



Meine lieben Leser.

Ich liebe die türkische Küche und eines esse ich beim Türken meines Vertrauens sehr gerne: Dürüm. Das ist sozusagen Lahmacun ohne die Fleischmasse darauf. Denn erst ein sehr netter Türke, der wusste, dass ich sonst immer vegetarische Döner bei ihm esse, hat mich darauf hingewiesen, dass Lahmacuns immer mit Fleisch sind, als ich mal etwas neues ausprobieren wollte. Vorher dachte ich immer, das ist halt irgendeine Tomaten- oder Paprikamasse. Da, wo ich meine Döner und Dürüms immer hole (Ohje, so oft, wie sich das hier anhört, hole ich die gar nicht…), schmeckt es immer hervorragend, aber manchmal will man sowas ja auch daheim machen und ohne Belag finde sind Dürüms halt leider einfach nur ein Fladen. Daher habe ich heute mal mein Rezept für hausgemachten und fleischlosen Lahmacun für euch aufgeschrieben. Ich tausche das Fleisch einfach gegen kleine Kartoffelwürfel aus und es schmeckt super lecker. Es gibt zwei Zubereitungsarten und da kommt es stark darauf an, wie ihr ihn haben und was ihr mit veranstalten wollt. Aber dazu später mehr – jetzt kommen wir erstmal zum Rezept.



Für 10 Lahmacuns nehmt
ihr folgende Zutaten:

Teig:

½ Würfel Hefe
250 – 300 ml lauwarmes Wasser
1 TL Zucker
500 g Mehl
1 TL Salz
2 EL Olivenöl

Belag:

550 g Kartoffeln
2 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
100 g Tomaten
1 EL Olivenöl
1 TL Kumin
1 EL Oregano
2 EL Paprikapulver (geräuchert)
2 EL Salz
1 EL Tabasco oder Chilipulver
½ Bund Petersilie
4 – 5 EL Tomatenmark
Zubereitung:

Stellt zuerst den Teig her. Dafür müsst ihr die
 Hefe in etwas lauwarmes Wasser mit dem
Zucker zusammen auflösen.
Geht das Mehl, Salz und Olivenöl in eine
          Schüssel und dann die Hefe und das Wasser hinzu.
Sehr gut verkneten (mit dem Knethaken einer
Küchenmaschine und danach noch etwas
mit der Hand kneten, bis ein
geschmeidiger Teig entstanden ist).
 Diesen Teig nun abgedeckt
30 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Belag vorbereiten.
Dafür die Kartoffeln, die Zwiebeln und den
Knoblauch schälen und zusammen mit den
Tomaten in einen Mixer geben.
Alles solange mixen, bis eine
stückige Masse entstanden ist.
Die Stückchen dürfen nicht zu groß sein,
 da sie schnell durchgaren sollen.
Nun die Masse mit 1 EL Olivenöl in
 eine große Pfanne geben und scharf anbraten.
   Alle Gewürze hinzugeben und das Tomatenmark
hinzufügen und die Masse vermengen.
Die Petersilie kleinhacken und unterheben.
Den Belag nun in eine Schale füllen und beiseite stellen.

Den Teig nach der Gehzeit in 10 Portionen
 á 80 Gramm aufteilen, kleine Bällchen formen
              und abgedeckt beiseitelegen (damit sie nicht austrocknen).
Eine große Pfanne auf mittlere Stufe vorheizen.
 Eines der Teigbällchen nehmen und auf
einer bemehlten Unterlage so groß ausrollen,
wie die Pfannengröße maximal zulässt.
 Ca. 2 EL Belag daraufgeben und vorsichtig
mit den Fingern oder einer Gabel dünn
 über den ganzen Fladen verteilen.
Den Fladen nun in die Pfanne heben
 und einen Deckel daraufgeben.
 So lange bei mittlerer Hitze backen,
bis der Boden knusprig ist.
 Derweil den nächsten Fladen zubereiten und so weiter.
Ab und an mal das Kondenswasser vom Deckel wischen.
 Wenn der Fladen fertig gebacken ist,
 lege ich sie immer übereinander auf einen Teller.
So bleiben sie warm und weich und man kann
sie sofort servieren und lecker mit Salat,
Tomate, Tzatziki, Krautsalat u.a. Dingen belegen.
Obligatorisch ist hier natürlich der Spritzer Zitronensaft.


Nur durch die Pfannenzubereitung werden die Lahmacuns so, dass ihr sie rollen könnt. Wenn ihr sie im Ofen backt, dann werden sie eher wie eine Pizza und das Rollen ist unmöglich.


Ihr könnt die fertig gebackenen Fladen auch einfrieren und später wieder aufbacken. Dafür die Fladen in eine große Ziploc-Tüte stapeln und immer ein Stück Backpapier dazwischen legen, damit die nicht aneinander festkleben. Die Tüte gut verschließen und einfrieren. Zum Erwärmen die Lahmacuns aus der Tüte nehmen und so wie sie sind in Alufolie wickeln. Bei 200 °C ca. 15 Minuten im Ofen erwärmen.


Suuuuuper lecker, sage ich euch. Und so einfach gemacht. Gerade wenn man die einfriert, hat man mit ein paar frischen Zutaten richtig schnell ein super leckeres Essen. Hausgemacht. Ohne Konservierungsmittel. Und vor allem ohne Hackfleisch. 

Mögt ihr Lahmacun und wie macht ihr sie? Macht ihr sie überhaupt selbst oder überlasst ihr das dem Türken eures Vertrauens?


Kommentare :

  1. Liebe Christina,

    das sieht nach absolut perfekten Lahmacun aus, wenn du mich fragst! Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie genauso gut schmecken wie sie ausschauen.

    Da meine bessere Hälfte türkischstämmig ist, wissen wir beide mittlerweile den Geschmack von veganen Dürüm und Lahmacun sehr zu schätzen - wie gesagt: Wir haben schon mehrfach die "Original"-Version nachgebaut und ein Experiment, bei dem rote Paprika im Fokus stand (als frisches Gemüse), hat uns ganz besonders überzeugt. So sehr, dass wir bisher immer mit Essen fertig waren, bevor die Kamera ausgepackt war. Nun denn. Das sollten wir definitiv ändern - und uns das nächste Mal besser zusammenreißen... :D

    Liebe Grüße
    Jenni

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  2. Hallo Christina, das sieht mal wieder super lecker aus! Du hast nicht nur gute Rezeptideen, sondern auch deine Bilder sind richtig schön!

    Viele liebe Grüße

    Petra

    http://www.livinglove.de/

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  3. Ich muss zugeben, das ich Lahmacun noch nie selsbt probiert habe, eben weil es nicht vegetarisch/vegan ist. Es steht aber schon lange auch meiner Probier-Liste, und jetzt da ich deine Bilder sehe erst recht. Deine Lahmacun sehen soooo gut aus!=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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Kommentare sind für mich wie ein besonders schönes Dessert, also:

♥ Danke für jedes liebe Wort ♥

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