Dr. Oetker’s neue Bücher.

14. Dezember 2016



Meine lieben Leser.

Es geht mit großen Schritten auf Weihnachten zu und bevor ich mich in die Weihnachtspause verabschiede, habe ich noch ein paar kleine Tipps, was ihr euren koch- und backbegeisterten Verwandten und Freunden unter den Baum legen könnt.


Ich weiß nicht, wer von euch noch weiß, dass ich beim Dr. Oetker-Workshop war, bei dem sie uns gezeigt haben, wie ihre Bücher entstehen und hergestellt werden. Das war für mich mega interessant, denn zu der Zeit arbeitete ich gerade an meinem ersten Buch. Natürlich fand ich es spannend, wie Menschen da rangehen, deren tägliches Brot das ist und die das nicht wie ich durch Abend- und Nachtarbeit wuppen. Den Dr. Oetker Verlag wie er sonst war, den gibt es nicht mehr – der ZS Verlag hat das übernommen und ich muss auch zugeben, dass mir das Design der älteren Bücher nicht besonders gefallen hat. Kennt ihr diese furchtbar bunten Bücher mit ca. 100 Fotos auf dem Cover und der Rückseite? Das Cover hat mich da schon vom Kauf abgehalten, weil ich es einfach nicht schön fand. Auch wenn ich mich auf Dr. Oetker-Rezepte immer verlassen kann -  das war mir einfach zu viel. Ich bin ein sehr visueller Mensch und wenn mir nicht gefällt was ich sehe, kaufe ich es auch nicht. Ich weiß, ich weiß. Don’t judge a book by it’s cover. Aber gerade bei Koch- und Backbüchern finde ich sowas ausschlaggebend. Gerade wenn man es eigentlich nicht braucht, weil man schon viel zu viele daheim rumliegen hat… Deswegen freute es mich umso mehr, als ich sah, dass die neu herausgegebenen Bücher von Dr. Oetker vor allem eines bekommen haben: Eine Auffrischungskur. Neues Design, neue Aufteilung und interessante neue Themen und Rezepte. Der ZS-Verlag war so lieb, mir einige der neuen Bücher zuzusenden, damit ich sie euch vorstellen kann. Aber fangen wir doch mal mit dem Buch an, aus welchem ich euch heute auch ein leckeres Rezept mitgebracht habe.

Es geht um ‚Neue Plätzchen von A-Z‘. Auf dem Cover sind immer noch viele Plätzchen zu sehen, aber es ist nicht mehr so vollgestopft. Das mit dem grafischen Muster gefällt mir sehr gut und es zieht sich durch die ganzen Neuerscheinungen, was super finde. Jünger, frischer und hübsch anzusehen. Wenn ich dieses Buch verschenke, macht es was her und der Beschenkte denkt nicht, ich hätt‘s aufm Grabbeltisch gefunden.


Die Rezepte sind wie der Titel schon sagt von A-Z – Angefangen bei Anislaiberln arbeiten wir uns bis zu Zitronenkeksen durch und ich muss sagen, nicht alle Plätzchen treffen meinen Geschmack – aber ich habe einige Markierungen hineingeklebt. Es sind nicht viele Klassiker dabei – wie ja auch der Name schon sagt – sondern besondere Kombinationen mit frischen Ideen für die Weihnachtstafel. Besonders interessant finde ich Banoffee-Plätzchen, Cantuccini mit Cranberrys, Erdnussplätzchen mit Toffee-Glasur, Granatsplitter, Lieblings-Crunchy-Kekse, Minz-Schokolade-Bärentatzen, Salzig-süße-Macadamia-Cookies und das coolste überhaupt: Russisches Brot. So eine Kindheitserinnerung! Ich muss die unbedingt bald mal selbermachen.

Alle dieses Jahr zu backen schaffe ich nicht mehr, aber ich habe mich schweren Herzens für ein Rezept entschieden. Und zwar machen wir heute hier die Banoffee-Plätzchen. Hört sich gut an, oder? Sie schmecken auch noch viel besser, als ihr euch das gerade vorstellen könnt.


Also ran an den Speck… äh… das Plätzchen und los geht’s.

Zutaten für ca. 25 Stück:

Knetteig:

250 g Weizenmehl
15 g Kakaopulver
1 TL Backpulver
½ TL abgeriebene Schale 1 Bio-Zitrone
60 g Zucker
2 EL Milch
120 g Butter

Belag:

45 g Butter
75 g Zucker
2 EL flüssiger Honig
5 EL Sahne
1 Prise Salz
125 g getrocknete Bananenchips
30 g Kakaonibs oder Schokoladenstückchen

Außerdem:

150 g dunkle Schokoladenglasur
runder Ausstecher, ca. 6 cm Durchmesser
Zubereitung:

Zuerst den Knetteig zubereiten.
 Dafür alle Zutaten vermengen und ordentlich durchkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und
für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
Danach den Backofen auf 180 °C vorheizen.
 Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche
ca. ½ cm dick ausrollen, runde Plätzchen ausstechen
und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
Die Plätzchen nun ca. 10 Minuten backen.
Derweil für den Belag Butter, Zucker, Honig,
Sahne und Salz in einem Topf zum Kochen bringen
 und so lange köcheln, bis die Masse karamellfarben wird.
Die Bananenchips zerbröseln und mit den Kakaonibs
unter die Karamellmasse heben.
Die Banoffee-Masse auf den Plätzchen verteilen
und dabei zusehen, dass sie nicht herunterläuft.
Die Plätzchen jetzt nochmal in den Ofen schieben
und ca. 6 Minuten backen.
Danach herausnehmen und erkalten lassen.
Schokolade über einem Wasserbad erwärmen
und die untere Seite der Plätzchen in die Glasur tauchen,
 abstreifen und auf ein Backpapier setzen.
Alles fest werden lassen und genießen.

Das Buch „Neue Plätzchen von A-Z“ kostet 12,00 €.

Und was gibt’s sonst noch so neues am Dr. Oetker Bücherhimmel?


Da hätten wir z.B. für Menschen, die ihr Waffeleisen genauso lieben wie ich, das Buch „Waffeln“. Herzhaft, süß, außergewöhnlich oder klassisch: Alles ist dabei. Was ich mir zum Nachbacken angemarkert habe sind folgende Rezepte: Brioche-Waffeln á la Francaise, Currywaffeln mit Mango-Mozzarella-Salat, Polenta-Waffeln mit Pfifferlingen, Buchweizenwaffeln, Chai-Mandelmilch-Waffeln, Neapolitanisches Waffel-Eis-Sandwich und die Chocolate-Cherry-Waffeln mit Vanilleeis. Da möchte man sich sofort selbst zum Kaffeetrinken einladen, oder? Die Bilder in diesem Buch sind wirklich schön gemacht und ich finde es gut, dass jedes Rezept ein Bild hat. Es gibt zu vielen Waffeln Tipps und Abwandlungsmöglichkeiten und alles in allem ist es ein guter Tipp für Waffelliebhaber. Das Buch kostet 12,99 €.


Auch ein Trendbuch im etwas schmaleren Format ist das Buch „Backen im Glas“. Immer mal wieder kommt jemand mit einem Rezept im Glas um die Ecke und ich finde gerade zu Geburtstagen oder eben auch zu Weihnachten, ist sowas immer eine nette kleine Aufmerksamkeit. Ich habe z.B. mal Möhrenkuchen zu Ostern im Glas verschenkt und der beschenkte hat sich sehr darüber gefreut. Ein Pluspunkt ist natürlich, dass Kuchen, die im Glas gebacken werden, lange haltbar sind, wenn man nach den Backen sofort den Deckel draufschraubt. Auch hier habe ich wieder interessante Varianten gefunden, wie z.B. Eierlikörkuchen für’s ältere Semester, Zitronen-Joghurt-Küchlein für einen Sommergeburtstag, Maracuja-Cheesecakes, Verstecke Birne, Mini-Panettone, Pastéis de Nata, und anderes mehr. Sehr schön beschrieben und mit ein wenig Warenkunde zu den Gläsern eine sehr schöne Geschenkidee. Das Buch kostet 12,99 €. 


Für Kochanfänger hat der Dr. Oetker Verlag das „Grundkochbuch“ neu aufgelegt mit allerlei hilfreichen Tipps für die, die nicht so oft in der Küche stehen. Aber ich will nicht sagen, dass es nur für Kochneulinge geeignet ist. Manchmal fehlen auch erfahrenen Köchen und Bäckern wie mir ein paar Grundlagen und die kann man hier schnell und einfach nachschlagen. Im ersten Kapitel gibt es viele allgemeine Erklärungen und Tipps rund ums Kochen. Interessant fand ich dort die verschiedenen Portionsgrößen – denn gerade Kochanfänger haben keine Vorstellung davon, wie viel für wie viele Menschen reicht. In den nachfolgenden Kapiteln sind viele leckere Speisen mit vielen Bildern so erklärt, dass wirklich jeder sie nachkochen kann, ohne ein Risiko einzugehen. Wenn ich jemanden wüsste, der absolut nicht kochen kann, es aber lernen will, würde ich ihm dieses Buch auf jeden Fall kaufen. Ob Hühnerbrühe, Tomate-Mozzarella, Pfannkuchen, Salzkartoffeln oder verschiedene Soßen – hier findet man wirklich alle Grundlagen schön in einem Buch. Es sind einfache Gerichte; aber es wird Wert darauf gelegt, dass die Technik sitzt und vor allem, dass auch einfache Dinge sehr gut schmecken. Das finde ich super, denn ich sehe immer mehr Kuchen, die zwar unglaublich saftig sein sollen, aber ich würde dazu einfach nur „klitsch“ sagen. Ein Kuchen hat eine bestimmte Zusammensetzung, die man nur bis zu einem bestimmten Grad verändern kann, ohne dass er eine nasse Masse wird und leider missverstehen viele saftig mit einfach nur klitsch und nicht gelungen. Dem wird hier vorgebeugt und das finde ich super.
Das Buch kostet 19,99 €.


Auch neu ist das Buch „Afterwork Küche“. Oftmals fehlt die Zeit, um abends etwas Aufwändiges zu kochen und das muss auch gar nicht immer sein. Mit dem Buch bedient Dr. Oetker all die, die spät nach Hause kommen und noch etwas Gekochtes essen möchten, wobei sich der Aufwand in Grenzen halten muss. Ich kenne das – nach einem langen Tag habe ich auch keine Lust mehr, Stunden in der Küche zu verbringen. 30 Minuten und man will ein schönes Gericht auf dem Tisch stehen haben. Leider sind in diesem Buch sehr viele Fleischgerichte und nicht allzu viel vegetarisches, daher ist das Buch eher für Omnivoren zu gebrauchen – aber ich habe mir trotzdem ein paar Dinge markiert, die ich gerne mal nachkochen will. Z.B. hätten wir da den Feldsalat mit Chili-Corn-Hushpuppies oder den kalabrischen Chili-Nudel-Eintopf. Das Buch kostet 14,99 €.


Was mich da schon eher anspringt, ist das Buch „Ofengerichte von A-Z“. Denn wer liebt das nicht – Schnippeln, Ofen auf, alles rein und nach 20 – 30 Minuten hat man ein hervorragendes Gericht. Heimelig, perfekt für Anhänger von Cocooning (ich bin da ja ein Vorreiter. :-D). Ich muss sagen, dass ich dieses Buch fast schon als meinen Favoriten dieser Reihe bezeichnen würde, denn es sind unglaublich viele leckere vegetarische Gerichte dabei. Ob süß, ob herzhaft, mit Fleisch oder Fisch, vegetarisch, vegan – es ist wirklich an jeden gedacht worden. Viele Gerichte sind mit Vollkornmehl gemacht, was ich persönlich super finde. Markiert zum Ausprobieren habe ich mir folgende Rezepte: Auberginen-Nudel-Auflauf, Buchteln, Empanadas, Gorgonzola-Spinat-Fladen (ähnlich dem Pide), herzhaften Hefezopf, Kartoffelkuchen mit Spinat-Käse-Füllung, Lahmacun (ich wird‘s ohne Hack machen), pikanter Gemüsekuchen, Ratatouille-Croissants, Rohrnudeln mit Pilzragout, Sommer-Clafoutis, Spinat-Schafskäse-Lasagne, Tofu-Vanille-Auflauf mit Karamell-Äpfeln und das winterliche Kiba-Quark-Gratin. Ich merke gerade, dass ich anscheinend momentan einen kleinen Spinattick habe… Aber naja. Es hört sich alles ziemlich lecker an und wird demnächst sicher bei mir auf dem Tisch stehen. Das Buch kostet 12,00 €.

So, ich denke, das war genug für heute. Ich knabbere jetzt noch ein Banoffee-Plätzchen und verabschiede mich in die Weihnachtspause. Hier wird es im Januar weitergehen mit leckeren Rezepten und vermutlich allerlei anderem.

Ich werde nun erstmal mein zweites Buch beenden und meine Deadline einhalten.
Habt eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!


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