Fluffig, fluffiger, Angelfood Cake!

6. Juli 2016


Meine lieben Leser.

Ich bin immer auf der Suche nach neuen leckeren Dingen, die ich bisher nicht kannte. Vor kurzem bin ich daher wieder auf etwas gestoßen, von dem der Teil der Menschheit, der nicht in den USA aufgewachsen ist, vermutlich noch nie gehört hat: Angelfood Cake. Essen der Engel. Etwas übertrieben, was? Nein! Denn dieser Kuchen ist so dermaßen fluffig und luftig... einfach genial. Er benötigt eine Sonderbehandlung und Backanfänger sollten sich vielleicht erstmal mit etwas anderem begnügen. Auch ist für einen originalen Angelfood Cake eine besondere Form von Nöten - aus Aluminium ohne Antihaftbeschichtung (kein Affiliatelink); damit der Teig daran "hochklettern" kann. Man muss diesen Kuchen auch sofort nach dem Backen auf dem Kopf abkühlen lassen - so fällt er nicht zusammen. Ihr merkt schon, ein nicht ganz einfacher Kuchen. Aber er ist es sowas von wert...


Zutaten:

170 g Puderzucker
160 g Weizenmehl 405
12 Eiweiß (Größe M)
1 1/2 TL Weinsteinbackpulver
210 g Zucker
1 TL Vanille
1 Prise Salz

optional:
1 TL Mandelextrakt

dazu:

1 Becher Sahne
1 Pk. Sahnesteif
1 EL Puderzucker
1 TL Vanille

100 g frische Beeren
(z.B. Erdbeeren und Blaubeeren)

Zubereitung:

Als allererstes Müssen die Eier auf Raumtemperatur kommen.
Daher ca. 30 Minuten vor dem Backen
aus dem Kühlschrank holen!
Nun musst du den Puderzucker und das Mehl
vermengen und 3 Mal durchsieben. Ja. Wirklich 3 Mal!
Das bringt Luft an das Mehl und man hat
 keinerlei Klumpen im Teig.
Danach werden die Eier getrennt - was du mit
den Eigelben machen kannst, verrate ich dir weiter unten.
 Gib nun die Eiweiße in eine Schüssel und gib
 das Weinsteinbackpulver hinzu.
Nun alles auf kleiner Stufe 
(Kitchenaid Stufe 2) "durchlüften".
 Danach auf etwas größerer Stufe (Kitchenaid Stufe 4)
leicht schaumig rühren und eßlöffelweise den Zucker,
 die Vanille und 1 Prise Salz hinzugeben.
Nun auf Stufe 5 stellen und weiterschlagen,
bis die Masse anfängt zu glänzen und anfängt,
 steife Spitzen zu bilden.
Sobald sie stehen bleiben, aufhören!
Nun musst du das Mehl/Puderzucker-Gemisch 
in 4 Portionen unter den Eischnee heben. 
D.h. 1/4 der Mehlmasse
auf den Eischnee sieben und mit einem 
Silikonspatel von Außen nach innen unterheben.
 Dabei darauf achten, dass so viel Luft
 wie möglich in der Masse bleibt.
Sobald alles untergehoben ist, wird die Masse gleichmäßig
in die Angelfood Cake-Form gegeben.
 Leicht glattstreichen und mit einem Messer durch
 die Masse fahren, um eventuelle Luftkammern aufzubrechen.
Nun nochmals glattstreichen und bei 180 °C ca. 35 Minuten
auf der untersten Schiene backen.
Der Kuchen ist fertig, wenn er auf leichten Druck
mit dem Finger wieder langsam "zurückspringt".
Nun aus dem Ofen holen und sofort umdrehen
 und auf dem Kopf abkühlen lassen.
Hat deine Form keine kleinen Füße, "stecke" sie auf eine volle Weinflasche. Lasse den Kuchen komplett auskühlen (ca. 2 Stunden).
 Danach kannst du den Kuchen mit einem scharfen Messer
von den Seiten lösen, den Innenteil der Form herausheben
und unten einmal langschneiden.
Nun den Kuchen vorsichtig stürzen und
auf eine Servierplatte geben.  Mit einem scharfen
Wellenschnittmesser schneiden!



Ich serviere meinen Angelfood Cake sehr gern mit ein paar Blümchen in der Mitte - das sieht immer hübsch aus und jeder findet es schön. Man kann den Kuchen glasieren, davon bin ich allerdings kein Fan.

Dazu empfehle ich steif geschlagene Vanillesahne und frische Beeren.


Ich weiß, er braucht ein bisschen Erfahrung und Zeit - aber das Ergebnis wird euch so dermaßen entschädigen... Er ist der hammer. Wattig, fluffig und einfach nur leicht. Er hat eine einmalige Konsistenz - braucht aber einen organisierten und engagierten Bäcker.

Ich persönlich finde ja, dass solche Foam-Cakes (wie sie genannt werden) die Meisterklasse des Amateur-Backwerks sind und ich brauchte mehrere Versuche, um ihn so hinzubekomen, wie ich das wollte. Also nicht verzagen, wenn der Kuchen beim ersten Mal eine Kaugummiartige Konsistenz hat. Dann sind die Eier einfach zu steif gewesen! Oder das Mehl wurde doch nicht genug gesiebt. Oder beim Mehl-in-die-Eimasse-rühren ist zu viel Luft entwichen... Es kann viel passieren - probiert es trotzdem! Er ist köstlich!


Und was machen mit so viel Eigelb? Wie wäre es denn mit z.B. Lemoncurd? Einfach 4 Eigelb statt 2 ganzen Eiern nehmen.

Kommentare :

  1. Liebe Christina,
    das klingt nach einem sündhaft leckeren Kuchen, danke für das tolle Rezept und die so herrlichen Bilder dazu!
    Ich wünsche Dir einen schönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  2. Also ich musste mich gerade auch erst mal wundern, was Angelfood-Cake sein soll - ganz ehrlich, ich habe zunächst an Angel-Sport gedacht, also das Zeug mit den Fischen. Das passte dann aber irgendwie gedanklich nicht zu Kuchen, also gut, dass du mich darauf hingewiesen hast, dass das hier ein Kuchen der Engel ist ;)

    Nachmachen werde ich den Kuchen aber nicht - ich bin eine Chaotin in der Küche und habe es nicht mit Rezepten, die Sorgfalt erfordern, da ich am liebsten alles ungesiebt in eine Schüssel werfe, ein Mal mixe und dann backe. Und die Form für so einen Kuchen habe ich auch nicht...
    Aber lecker aussehen tut er ja schon, dass muss man dir lassen!

    Liebe Grüße

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  3. Das klingt nach einiges an Arbeit, aber wenn der Kuchen danach auch nur halb so fluffig ist wie ich denke, dann lohnt es sich auf jeden Fall. Lecker aussehen tut er schonmal.

    Liebe Grüße

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Kommentare sind für mich wie ein besonders schönes Dessert, also:

♥ Danke für jedes liebe Wort ♥

PS: Negative anonyme Kommentare werden kommentarlos gelöscht.

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