Vom Foodblog zum Kochbuch - Teil III.

6. Januar 2016

Meine lieben Leser.
Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch allen.           
Auf das alle eure Träume und Wünsche in
Erfüllung gehen und es EUER Jahr wird.
Heute kommt der dritte Teil meines
Tagesbuchs online.                         

Viel Spaß beim Lesen!


06.07.2015: Chaos, Freude & Verderben.

Meine Güte. Es ist nun schon über einen Monat her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Und es ist so dermaßen viel passiert. Ich war in Irland und habe dort eine Rundreise gemacht, währenddessen wurde meine Nichte Marie geboren, mein Schwiegervater in spe hatte einen sehr schlimmen Herzinfarkt und befindet sich gerade in Reha, das Haus in dem unsere Wohnung ist, wurde verkauft und wir haben einen neuen Vermieter, und und und. Ich versuche meinen Blog am Laufen zu halten, gehe 9 Stunden täglich arbeiten, mache meinen Haushalt und muss irgendwie auch noch das Kochen/Backen und Fotografieren fürs Buch dazwischen quetschen. Meine Freunde will ich auch noch ab und an sehen und meine Family soll auch nicht zu kurz kommen. Es stehen nun bald mehrere Geburtstage an, es ist so heiß wie seit vielen Jahren nicht und meine Kapitelbilder haben meiner Lektorin nicht gefallen. Ich muss nun umdenken, neue Ideen sammeln und meine alten über den Haufen werfen. Es sind noch ca. 6 Wochen bis zu meiner Deadline und ich muss noch einige Fotos schießen, weil mir die bisherigen nicht gefallen oder nicht gut genug sind. Außerdem stehen die Kapitelbilder immer noch nicht und ich muss auf eine Rückmeldung meiner Lektorin warten, wie sie meine neue Idee findet. Sie ist „jünger, frischer und lebensfroher“… Nunja. Abwarten und Tee trinken.

21.07.2015: Zweifel über Zweifel.

Hachja. Es sind noch 25 Tage bis zu meinem Abgabetermin und langsam aber sicher geht mir die Flatter. Ich bekomme Angst, dass das, was ich bisher gemacht habe, nicht ausreicht.
Ich habe nun fast alle Bilder fertig. Die Texte stehen schon länger, an denen feile ich nur noch ein bisschen und die Kapitelbilder muss ich noch machen. Achja, und ich muss auch noch fotografiert werden… Ich habe viele Rezepte nun schon 3 Mal fotografiert und der Unterschied ist enorm. In meinem Arbeitszimmer sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Dieses „kreative Chaos“ ist furchtbar untypisch für mich, aber daran kann man sehen, wie sehr ich unter Stress stehe. Arbeit, Familie, Buch. Und es ist auch noch Sommer. Ich würde sooo gern einfach mal einen Nachmittag gar nichts machen – einfach von der Arbeit heimkommen und in die Hängematte legen. Es ist wirklich hart, wenn alle anderen draußen sind und man selbst nicht oder nur kurz. Mir schwirrt der Kopf vor lauter „das musst du noch machen und das auch noch“. Ich bin froh, wenn ich den Kram abgegeben habe und ich die Verantwortung in andere Hände geben kann. Es ist mein Traum, natürlich, aber ich habe selten für irgendwas so hart gearbeitet. Es soll nunmal auch perfekt werden – und dafür muss ich eben Zeit, Geld und Nerven opfern. Noch 25 Tage.

13.08.2015: DEADLINE.

Morgen wäre meine Deadline – ich habe den Brief mit dem Stick bereits am 11.08. weggeschickt. Per Einschreiben, damit er auch wirklich ankommt. Meine Lektorin und ich haben uns für diese Variante entschieden, da es ja doch große Datenmengen sind (große Bilder mit hoher Auflösung etc.), die da verschoben werden müssen. Da erschien mir der Stick die beste Lösung.

Ich bin froh,  dass es „vorbei“ ist. Dass ich alles rechtzeitig geschafft habe und meine Planung und Organisation so gut funktioniert hat. Ich warte nun noch auf eine erste Rückmeldung meiner Lektorin, ob alles gut ist, alles auf dem Stick aufrufbar ist etc. Hoffentlich kommt sie mit meiner Ordnung klar und hoffentlich habe ich alles verständlich beschriftet und nichts vergessen. Befreit fühle ich mich noch nicht, denn es ist momentan einfach zu viel los. Mein Freund und ich haben heute 6-jähriges Jubiläum (wie könnte man das besser feiern als mit der 6. Blutspende und einer DKMS-Typisierung?) und gestern hatte meine Mutter Geburtstag. Wir haben Kuchen gegessen und abends einen italienischen Abend veranstaltet. Jeder von uns (also meine Mutter, meine Schwester und ich) haben jeweils 3 oder mehr Gerichte gekocht ohne uns abzusprechen. Es war ein Risiko, aber wir haben das super gemeistert und nichts doppelt gekocht. Ich muss sagen, dass hat wirklich Spaß gemacht. Auch wenn es natürlich viel zu viel Essen war…

Meine Hoffnung ist, dass ich nun ein bisschen zur Ruhe komme und dieses halbe Jahr intensive Arbeit sich auszahlt. Es war wirklich stressig und nervenaufreibend und ich freue mich schon auf meinen Erholungsurlaub mit meinem Freund auf Gran Canaria im September. Und ich möchte es euch allen endlich erzählen können! So gerne würde ich es einfach ins Netz hinausposaunen und wenn ich sehe, dass andere Blogger (zumeist amerikanische) ihre Leser teilhaben lassen können am Entstehungsprozess, finde ich das toll. Aber mein Buch soll ein kleines Geheimnis bleiben – jedenfalls zwischen mir und der digitalen Welt. In der analogen Welt brauchte ich Unterstützung und der Kreis um mich herum weiß es natürlich. Es gab gemischte Reaktionen, das muss ich zugeben. Die meisten freuen sich wirklich für mich. Ein Kumpel hat schon versprochen mindestens 10 Stück zu kaufen und dann zu verschenken. Aber es gibt auch Menschen – gut, denen stehe ich gelinde gesagt auch nicht so nahe – die es einfach ignorieren und beim Gespräch nicht beachten oder blöd reagieren. Solche Leute gibt’s immer und ich achte nicht wirklich auf sie. Ich glaube an mein Buch und das es toll wird.
Ich denke, ich werde aufatmen können, wenn meine Lektorin mir ihre Rückmeldung gegeben hat. Der nächste Schritt ist nun ihr Korrekturlesen und Lektorieren. Dann werden – soweit ich weiß – die Bilder etc. an die Grafikabteilung weitergegeben und die basteln dann das Layout und das Cover etc. Ich hoffe, ich komme nicht aufs Cover. Irgendwie. Nunja, vielleicht sieht es ja auch gut aus, aber ich weiß nicht genau, wie ich das finden soll. Natürlich verkauft sich ein Buch mit persönlichem Bezug wahrscheinlich besser. Aber eigentlich mag ich Kochbücher mit etwas leckerem auf dem Titel lieber. Ich lasse mich einfach mal überraschen.

Apropo Fotos. Es müssen ja auch ein paar Fotos von mir ins Buch – zumindest bei der Einleitung/dem Vorwort. Eigentlich  hatte ich mich mit einem Bekannten der Hobbyfotograf ist verabredet zum Fotos machen, denn der hatte damals schon das Foto für die Über mich-Seite aufm Blog gemacht. Dann kamen aber Urlaub und bei ihm andere, für ihn wichtigere, Termine hinzu und meine Deadline kam immer näher. Gott sei Dank sprang mein Freund ein und machte die Fotos von mir. Es ist wirklich ungewohnt für mich, so vor der Kamera im Mittelpunkt zu stehen. Früher habe ich das mit einer Freundin sehr oft gemacht – in den Teenagerjahren macht das glaube ich jeder. Aber mittlerweile stehe ich wesentlich lieber hinter der Kamera. Die Mutter meines Freundes kam dann auch abends noch kurz vorbei und machte ein paar Fotos von mir und meiner Kamera – schließlich ist meine geliebte Nikon D3100 meine wichtigste Begleiterin auf meinem Weg zur Kochbuchautorin.

Im Leben muss man manchmal improvisieren und umplanen und genauso war das bei diesem Kochbuch. Einige Rezepte habe ich mir noch kurz vor Schluss überlegt und andere standen von Anfang an fest. Manche Rezepte habe ich 3 Mal fotografiert bis ich zufrieden war mit den Fotos und manche musste ich nur einmal shooten. Jetzt heißt es nur noch Abwarten und Tee trinken – denn nun müssen andere ran.

Edit (ein paar Stunden später): Juhu! Sie gefallen ihr. Und sind schon auf dem Weg zum Grafiker. Wow. Das ging fix. Nun stehen also bald die ersten Covervorschläge an. Und meine Lektorin wird heute noch mit dem Lesen meiner Texte beginnen. Dann wird sie Änderungs- und Ergänzungsvorschläge machen und eventuelle Fragen stellen etc. Nächste Woche bekomme ich den Text dann zurück und muss mal sehen was ich draus mache. Ich bin sehr gespannt. Da ich ja immer so frei von der Leber weg schreibe, wird’s bestimmt einiges sein… Aber mir fällt schonmal ein Stein vom Herzen, dass ihr die Bilder gefallen. Ich habe seit meinen ersten Shoots wirklich einen Zahn zugelegt und viel gelernt und mich angestrengt. Der Spruch „Man wächst mit seinen Aufgaben“ könnte wahrhaftiger gar nicht sein. 

Kommentare :

  1. Hallo liebe Christina,

    da war ja so einiges los bei dir! Aber zum Ende wird alles wieder gut!

    Bin gespannt auf dein Buch!

    lg netzchen

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  2. Oh Christina,

    es ist ja sooo spannend zu lesen! Und den Entstehungsprozess zu mitverfolgen zu können (wenn auch nicht live), macht die Freude auf das Ergebnis nur noch größer - ich bin so neugierig!! Wann erscheint es denn, weißt du das schon sicher?

    Liebst, Rebecca

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    1. Liebe Rebecca!

      Es ist schön zu hören, dass mein Geschreibe nicht zu langweilig ist. Der Erscheinungstermin ist der 08.02.16 - also heute in 4 Wochen! Unglaublich. ;-)

      LG
      Christina

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Kommentare sind für mich wie ein besonders schönes Dessert, also:

♥ Danke für jedes liebe Wort ♥

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