Christina macht Käse: Indischen Panir

14. Januar 2015



Meine lieben Leser.

Ich liebe die indische Küche und würde einiges für einen indischen Privatkoch geben. Aber das wird wohl ein lebenslanger Wunschtraum bleiben, sollte mein Freund nicht zufällig Millionär werden - also muss ich ab und an selbst indisch kochen. Und das ist wirklich gar nicht so schwer, wie man im ersten Moment denkt. Als ich z.B. mit meinem Freund mal hier in Kassel richtig lecker indisch essen war, war ich fasziniert, als ich in der Karte sah, dass sie Currys mit hausgemachtem Käse anboten. Ich informierte mich gleich am nächsten Tag, was denn ein typischer hausgemachter Käse in Indien sei und stieß auf den Panir. Leider war ich dann ein bisschen leicht desillusioniert – denn es ist kinderleicht, diesen Käse herzustellen! Heute zeige ich euch wie es geht, auf geht’s!


Zutaten:

2 Liter Vollmilch
ca. 50 ml frischen Zitronensaft

Gewürze nach Geschmack
(Salz auf jeden Fall und z.B. auch
Knoblauch ist hervorragend, auch Bockshornkleesamen oder
 frischer Koriander schmecken
sehr gut dazu)
Zubereitung:

Milch in einem großen Topf zum Kochen bringen,
dabei immer mal wieder umrühren
(mit einem Kochlöffel, NICHT mit dem Schneebesen!!!),
damit sie nicht anbrennt.
Jetzt den Zitronensaft in die sprudelnde Milch geben
und langsam weiterrühren, bis die Milch zu gerinnen beginnt.
Den Topf vom Herd ziehen und ein bisschen ruhen lassen.
Derweil ein Sieb und ein dünnes Geschirrtuch
(ich habe kein Käsetuch) da rein legen.
Ich würze den „Rohkäse“ schon,
wenn die Molke noch im Topf ist, also jetzt Salz und alle anderen Gewürze dazugeben,
die ihr im Panir später haben wollt.
Jetzt den Inhalt des Topfes durch das Geschirrtuch
ins Sieb schütten und abtropfen lassen.
Sobald keine Flüssigkeit mehr da ist, kratzt ihr
den Käsebruch etwas zusammen und nehmt das Tuch
zusammen und drückt den Käse noch etwas aus.
Jetzt ist es Zeit, alle eure schweren Bücher
zusammenzutragen, denn jetzt kommt unser
Käsepäckchen auf die Spülenablage,
ein Brettchen drauf und
dann stapeln wir alle unsere schweren Kochbücher drauf.
Der arme Käse bleibt jetzt ein paar Stunden in dieser
 misslichen Lage und nach ca. 4 Stunden
(oder über Nacht) haben wir wunderbar
schnittfesten Panir, den wir jetzt
weiterverwenden können.


Ich nehme diesen Käse z.B. für Currys aber man kann ihn auch super ein bisschen marinieren und grillen oder anbraten.  Ich wusste wirklich nicht, dass Käse herzustellen so einfach ist und ich werde es bestimmt noch einige Male machen. Sehr lecker!
Ihr müsst nur daran denken, den Panir bei der Herstellung gut zu würzen, denn von Natur aus ist er eher geschmacksneutral.

Kommentare :

  1. Das klingt wirklich so einfach, das muss ich defintiv mal nachmachen. Spätestens zur Grillsaison komme ich bestimmt mal auf dein Rezept zurück.
    Liebe Grüße, Caro

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  2. Ich finde es toll, mir meinem Paneer selbst herstellen zu können. Allerdings würde ich noch zufügen, dass man versuchen sollte, die fetteste Vollmilch zu nehmen, die man bekommen kann ;) In Indien ist Milch erheblich fetter als hierzulande üblich und da Fett ein Geschmacksträger ist, wird der "Käse" (wir sagen zu Paneer selten "cheese") um so besser. Am liebsten in Scheiben und gewürztem Kichererbsenteig als Paneer Pakora oder einfach mit gut abgeschmecktem gebratenem Blattspinat als Palak Paneer. Viel Spaß damit! :)

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Kommentare sind für mich wie ein besonders schönes Dessert, also:

♥ Danke für jedes liebe Wort ♥

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