Der Weg zur ersten eigenen Wohnung: Teil 2

18. März 2014

So meine Lieben, heute geht’s weiter mit dem zweiten Teil meiner Wohnungsserie. Nachdem ich euch letztens schon ein paar Tipps für die Wohnungsbesichtigung und Drumherum gegeben habe, wollte ich euch heute etwas davon erzählen, wie es danach weitergeht.

Unsere Vermieter waren so nett und haben uns den Schlüssel nochmal gegeben, damit wir die Wohnung und die Räume vermessen konnten. Den ungefähren Grundriss hatten wir schon, aber um planen zu können, brauchten wir genaue Maße. Gerade die Küche war uns ein Bedürfnis, denn ich möchte auch kochen können, wenn ich einziehe.
Also sind wir mit Grundriss, Stift und Zollstock bewaffnet in die Wohnung gegangen und haben fleißig alles ausgemessen. Dabei haben wir die Zimmer auch nochmal auf Mängel untersucht und sie aufgeschrieben. Im Badezimmer waren z.B. vom Vormieter viele Löcher in den Fliesen, oder es gab keinen Warmwasserboiler oder –Anschluss in der Küche (ja, diese Häuser sind seeehr alt). Die Fenster waren vom Vormieter mit bunten Bildchen und Sternen beklebt, aber die gingen Gott sei Dank schnell und leicht ab. Aber bei sowas ist Vorsicht geboten – sollten  irgendwelche Fensterbilder partout nicht abgehen, versucht es nicht mit Gewalt oder spitzen Gegenständen! Ihr müsst für diese Schäden dann haften und bekommt eventuell beim Auszug eure Kaution nicht wieder!

Auch die Wände haben wir genauer unter die Lupe genommen. Also nur 2 Decken waren überhaupt weiß – alles andere war ziemlich bunt. Die Küche war fliederfarben, der Flur hellblau, das zukünftige Arbeitszimmer war gelb mit brauner Decke, das Schlafzimmer gelb und dunkelblau…. Ja, also ihr könnt euch vorstellen, dass da einiges an Arbeit auf uns zukommt. Aber als wäre es noch nicht genug, dass die ganze Wohnung aussieht, als wären Farbeimer explodiert, nein, es war auch noch großteils Latexfarbe. Ja. Genau. Latexfarbe! Alles glänzte wunderbar…Aber ich wollte das nicht an meinen Wänden! Und überstreichen kann man da eigentlich auch vergessen. Schade. -.-
Ach und die Türen waren auch beklebt – ihr kennt doch bestimmt diese „wunderschönen“ Mohnblumen-Wandtattoos. Ja, und genau diese hatten unsere Vormieter auf die Türen geklebt. Bei meinem Versuch, sie vorsichtig abzulösen, ging leider auch gleich die ganze Farbe mit ab. Wunderbar.

Nunja. Wenn jetzt also die Zeit gekommen ist und ihr euch langsam aber sicher daran macht, eure Möbel auszusuchen etc. müsst auch überlegen, wo Steckdosen hinsollen, wo muss ein Telefonanschluss verlegt werden, wo wollt ihr Fernsehen haben? Reicht ein Fernseher im Wohnzimmer oder wollt ihr auch einen im Schlafzimmer? Was für eine Küchenzeile wollt ihr haben? Wie sollen die Wände gestrichen/tapeziert werden?

Ich habe mir als Inspiration bei Pinterest eine „Wohnung“-Pinnwand gemacht und alles, was ich gesehen habe und mir gefiel oder wo ich ein Detail schön fand, wurde darauf festgehalten. Mein Freund konnte darauf zugreifen und wusste immer, was ich meinte, wenn ich mal wieder von dem und dem Regal erzählte. Er konnte anhand der Bilder sehen, wie ich mir die Wohnung ungefähr vorstellte und wie ich es haben wollte. Er konnte seinen Senf dazugeben und es entstanden wenige Missverständnisse. Wir unterhielten uns darüber, welche Möbel wir aus unseren Zimmern mitnehmen würden und wo sie hinkommen sollten. Ich erzählte z.B., dass ich sehr gern einen Konsolentisch im Flur hätte und er meinte, dann könne er da immer seine Geldbörse etc. drauflegen. Das war jetzt aber so gar nicht mein Plan, denn wer will schon eine Geldbörse mitten im Eingangsbereich liegen haben. Das sind so Kleinigkeiten, wo viele bestimmt sagen würden „aaaach, das ist doch unwichtig!“ – aber ich finde, sowas sind einfach Sachen, über die man dann mal gesprochen haben muss.

 Sein Vorschlag war dann einen Tisch mit Schublade zu nehmen – seht ihr; hätten wir nicht drüber gesprochen, hätt ich wahrscheinlich einen ohne Schublade bestellt etc.
Ich bin für Kommunikation und je detaillierter jeder weiß, was er will und braucht, desto besser kann man alles aufeinander abstimmten. Ich plane alles und jeden und für mich sind auch Details sehr wichtig. Gerade in meiner ersten eigenen Wohnung will ich mich wohlfühlen und nicht jedes Mal beim nach Hause kommen denken „Wäre ich doch bloß zu Hause wohnen geblieben“.

Was lernen wir aus dem Post heute? Kommunikation ist das Schlüsselwort!

Bis zum nächsten Update, meine Lieben. 



Kommentare :

  1. Die erste eigene Wohnung ist schon was besonderes, alles Gute für deinen Aus- und Einzug.
    Und gaaaaanz viel Gelassenheit, die wirst brauchen :)
    Deine bunten Wände erinnern mich allerdings an ein lila Zimmer, das wir seit ca. einem Jahr ignorieren... Naja, kann man noch ein weiteres Jahr ignorieren :D

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  2. Ujj, inzwischen habt ihr ja einiges geschafft (entnehme ich instagram) :D Und yup, ohne Kommunkation geht gar nichts!

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Kommentare sind für mich wie ein besonders schönes Dessert, also:

♥ Danke für jedes liebe Wort ♥

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