Christina macht… sich selbst Probleme – mit Soja.

6. Februar 2014

Meine lieben Leser.

Als "guter Vegetarier" versucht man ja ab und zu auch mal vegan zu essen/leben. Ich mag Tofu sehr gern und am aller Liebsten Räuchertofu. Diesen gebraten, mit ein wenig Sojasoße…Hm. Einfach nur lecker. Auch Seitan oder anderen Sojakram mag ich gern. So – das war die Ausgangslage. Dann entdeckte ich Haselnussmilch und macht fortan meinen Porridge morgens damit. Dann entdeckte ich Zartbitter-Soja-Pudding und auch den finde ich wirklich gut. Als Nächstes kam dann Soja-Kirschjoghurt zu meinem Müsli und eine Sojamilch wurde gekauft… Ihr seht, ich gab Soja eine gerechte Chance. 

Aber nach ca. 2 Tage hohem Soja-Konsums merkte ich es. Mein Bauch fühlte sich aufgebläht an, mein Magen grummelte immer mehr und auch andere Magen-Darm-Probleme ließen nicht lange auf sich warten (ich gehe da jetzt mal nicht zu sehr ins Detail – ist schließlich ein Foodblog…). 
Zuerst dachte ich: „Naja, der Körper stellt sich um…keine tierischen Produkte mehr….Soja ist schwerere zu verdauen….“ – Keine Ahnung. Aber nach einer Woche überwiegenden Sojaverzehrs ging es mir nur noch auf den Geist. Ich fühlte mich unwohl und vertrug es so gar nicht. 

Bei meiner Google-Suche nach Sojaunverträglichkeit kam nicht allzuviel heraus, außer: Soja ist eines der 12 Hauptallergene. Wunderbar. Warum hatte ich daran nicht gedacht. Wer es noch nicht weiß: Ich bin hardcore-Allergikerin. Eigentlich gibt es nichts, auf was mein Körper nicht reagiert – ob Tiere, Pollen, Schimmelpilze… Ich verfüge bei einem Allergietest stets über die ganze Palette an juckenden Quaddeln. Und sobald auch nur eine Blüte an einem Baum in 10 Kilometern Entfernung blüht, kann ich mit meiner Cetirizin-„Kur“ beginnen (und das bis in den Oktober hinein). 

Christina schaute also erstmal bei Wikipedia rein und tada – Soja ist ein Kreuzallergen von z.B. Birke und Gräsern. Ich habe dieses Jahr eine Hyposensibilisierung gegen Gräser- und Roggenpollen begonnen; ihr könnt euch also verstellen, dass das u.a. meine Hauptallergene sind. Ich bin auch was Kreuzallergien angeht nicht ganz unbedarft – ich reagiere auch auf Ananas, Kiwi & Melonen (alles Kreuzallergien…). Und manchmal auf Erdbeeren (aber das hat eher etwas mit dem Histamin zu tun). Außerdem reagiere ich ab und an auf gespritzte Lebensmittel (Erdbeeren aus Spanien oder Italien kann ich z.B. ohne ein Allergiemittel intus nicht essen. Ich habe es einmal getan und nach ein paar Minuten bekam ich Atemnot – wirklich unschön.).

Tja, die Frage ist jetzt: Wie weiter verfahren. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch offene Sojaprodukte, die wollte ich aber nicht einfach wegschmeißen. Ich habe also wieder angefangen mich ganz normal mit Milchprodukten zu ernähren (und das letzte Bisschen Soja darunter zu mischen) und schon am ersten Tag „sojafrei“ merkte ich, dass es meinem Magen/Darm um einiges besser ging. Ich bin kein Arzt und will wegen etwas, was ich als erfahrene Allergikerin durch einfaches Testen ausprobieren kann, nicht gleich den nächsten Allergietest machen lassen. Bei Lebensmittelunverträglichkeiten wird vom Arzt sowieso geraten, eine Ausschlussdiät zu versuchen. Allergietests sind immer unangenehm und ich setze mich dem wirklich nur aus, wenn ich muss. Für mich steht auf jeden Fall fest, dass ich weniger Sojaprodukte essen werde und auf Sachen wie Sojajoghurt verzichten werde – veganes Essen besteht ja aber glücklicherweise nicht nur aus Soja.

Jetzt sind mal die Veganer unter meinen Lesern gefragt (und natürlich auch alle anderen!) – wie ist das bei euch? Vertragt ihr Soja gut oder merkt ihr auch Irritationen? Gab es bei euch eine „Gewöhnungszeit“?


Edit: Nach einer Woche "sojafrei" habe ich es nochmal versucht - um auszuschließen, dass es an etwas anderem lag. Pustekuchen - ein Mal Sojamilch am Porridge und schon sind alle Probleme wieder da...

Kommentare :

  1. Ich vertrage Soja überhaupt nicht, reagiere da ganz schlimm drauf, auch so wie von dir beschrieben.
    Ich muss es meiden, grad wenns um Joghurt z.B. geht, ist das für einen Veganer echt blöd.
    Aber es geht, komme ganz gut zurecht.
    Und auch wenn man keine Unverträglichkeit hat, finde ich, sollte man Soja in Maßen geniessen und nicht übertreiben. Denke zu viel Soja ist nicht gut für den Körper...

    Grüßle, Jessi

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  2. Ich war 1 1/2 Jahre vegan (März 2010 bis September 2011) und habe in dieser Zeit so viele Unverträglichkeiten entwickelt, dass ich wieder Vegetarierin geworden bin. Fructoseintoleranz, damit einhergehend Unverträglichkeit von Hülsenfrüchten und Soja und Gluten vertrage ich auch nur in kleinen Mengen. Es wird gerade alles wieder besser, nur Soja vertrage ich nicht. Kleine Mengen fermentierter Soja und Tofu sind okay, mehr geht nicht.

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  3. Kleiner Nachsatz (habe ich vergessen): ich bin keine Allergikerin!

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  4. Ich bin so ein dimpel. Anstatt soja hatte ich in der Überschrift sonja gelesen :-D
    deshalb hatte ich den beitrag gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wer sonja ist und was für ein Problem du mit ihr hast XD
    Als ich mich dann bis zum ende mich fragte, wo jetzt die Sonja bleibt, dämmerte es mir: ich hatte mich verlesen :-D

    Ich hab glücklicherweise keine Probleme mit soja, dafür aber mit milch. Weiß der geier. Alle milchprodukte kann ich ohne probleme essen, nur milch selber nicht?! Gestern habe ich aber bei dm tolle alternativen gekauft. Dinkel, reis und hafermilch. Bin ja echt gespannt, wie das schmecken wird.

    Sonst habe ich zum Glück keine Allergien, außer ein bisschen niesen im Frühjahr und ich hoffe das bleibt so, meine Mutter ist nämlich auch gegen alles allergisch oO

    Liebe grüße
    Mareike

    www.zuckerschnee.de

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  5. Soja vertrage ich gut. Soja-Drink nehm ich fürs Müsli, zusammen mit einer zerdrückten Banane, einer Prise Zimt und Cranberries. Soja Schnetzel und Soja Cousine sind meiner Meinung nach tolle Produkte für die vegane Küche, natürlich kommen die nur selten zum Einsatz. Tofu mag ich nicht.

    An die Decke gehe ich bei Produkten, die "veganisiert" wurden. Ein prominenter veg. Käse in Scheiben zum Beispiel, der aus Kokosöl und Kartoffelstärke besteht hat nur die Farbe (Beta-Carotin sei dank) von echtem Käse aber sonst nichts damit zu tun. Oder die unsäglichen Bratfilets, Burger oder veg. Würstchen, die anscheinend ohne Hefeextrakt nicht auf irgendeinen Geschmack kommen würden. Hoffentlich bessert sich das in Zukunft. Im Moment jedenfalls kaufe ich solche Produkte nicht.

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  6. Interessant, ich hab fast das Gleiche durchgemacht. Hab immer Bauchweh gehabt. Bis ich aufs Soja kam. Seit ich es meide geht es besser. Mal abgesehen von achtmillionen anderen Unverträglichkeiten.... Da ich kein Fleisch esse und Kuhmilchprodukte tabu sind, ist es nicht ganz leicht, immer glücklich zu kochen, wenn Du weisst was ich meine. Übrigens, wenn ich was mit Soja teste, sind die Bauchweh auch wieder da. :P

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